Rhöner Wurst und Hammelburger Dätscher erobern München
Autor: Redaktion
LKR Bad Kissingen, Donnerstag, 16. August 2018
Beim 7. Bayerischen Genussfestival in München standen neben den Frankenweinen und den bay. Milchprodukten erstmals die Genussorte Bayerns im Mittelpunkt.
Dieser Besuch hat sich gelohnt. Darin sind sich alle einig. "Wir haben uns und die Rhön toll vermarktet, und die Herzen der Menschen erreicht", fasst Kathrin Wimmer zusammen. Seit April ist die 33-Jährige die Tourismusmanagerin im Markt Oberelsbach. In den vergangenen Wochen hat sie den Auftritt der sechs Rhöner Genussorte Oberelsbach, Ostheim vor der Rhön, Fladungen, Bischofsheim an der Rhön, Wartmannsroth und Hammelburg beim diesjährigen Bayerischen Genussfestival vorbereitet und organisiert. Unterstützt wurde sie dabei von der Rhön GmbH. Somit stand es außer Frage, dass Kathrin Wimmer auch selbst dabei ist, wenn sich die Bürgermeister, Tourismusverantwortliche und Produzenten mit ihren Spezialitäten in der Landeshauptstadt präsentieren.
Am Wochenende war es soweit: Von Freitagmittag bis Sonntagabend war Pavillon Nummer 5 auf dem Münchner Odeonsplatz fest in Rhöner Hand. Probierhappen aus Fladunger Holzofenbrot, belegt mit Ostheimer Leberkäs', Oberelsbacher Rhönlammwurst und Rhönlammknackern sowie Hammelburger Dätscher standen bereit - und fanden reißenden Absatz. Da gerieten die Winzer von der Vereinigung Fränkisches Gewächs, mit denen sich die Rhöner den Pavillon teilten, fast schon ein wenig ins Hintertreffen. "Vor allem am Samstag und Sonntag kamen die Leute und fragten nach: Wo ist er denn, der Ostheimer Leberkäs'?", erzählt Kathrin Wimmer, die an allen drei Tagen vor Ort am Stand war. Es hatte sich anscheinend rumgesprochen, dass sich ein Besuch bei den Genussorten aus der Rhön lohnt. "Viele Exilrhöner haben uns besucht, aber auch Leute, denen wir erklären mussten, wo die Rhön liegt und was sie ausmacht", fügt sie hinzu.
"Es sind die Weite, die Freundlichkeit und das Essen, die die Rhön so besonders machen", ist Irene Firnkäs überzeugt. Sie bummelt am Freitagnachmittag mit ihrem Mann Georg durch München. Die beiden wohnen in Pfaffenhofen, sind zufällig auf das Genussfestival und die Rhöner Genussorte gestoßen. In der Rhön, da kennen sie sich aus. "Wir waren schon dreimal dort, haben Urlaub gemacht", verraten sie. Wasserkuppe, Kreuzberg, Rhönschafe, Kegelspiel, Tann, Fladungen und die Silberdistel - all das kennen sie und geraten regelrecht ins Schwärmen. "Mir haben besonders die wunderbaren Radelwege und der Hochrhöner gefallen", erzählt Georg Firnkäs, der auch oft dienstlich in den Rhöner Museen war. Beherzt greifen die beiden bei den Kostproben zu, die Eva Kalla, Hauswirtschaftsmeisterin und 2. Bürgermeisterin Fladungens, soeben reicht. "Ich liebe Lammwurst", schwärmt Irene Firnkäs.
Wenige Stunden später geht es Michaela Kaniber ganz ähnlich. Die bayerische Landwirtschaftsministerin dreht nach der Eröffnung des Genussfestivals ihre obligatorische Runde durch das Weindorf auf dem Odeonsplatz. Ihre erste Station ist der Stand der Rhöner, wo sie vom Ginolfser Schäfer Josef Kolb begrüßt wird. Er hat ein Tablett voll Kostproben dabei - der Ministerin schmecken sie vorzüglich.