Bei den Chef-Organisatoren Bruno Heynen von der Staatsbad GmbH und Thomas Lutz vom Kissinger Sommer-Büro geht es drunter und drüber: Morgen noch Abschluss-Konzert des Kissinger Sommers, in zwei Wochen bereits der absolute Saison-Höhepunkt: Vom 26. bis 28. Juli locken historische Persönlichkeiten, lautstarke Bands, 36 Pferdegespanne beim Umzug und ein buntes Rahmenprogramm wieder Zehntausende in die Stadt.

Gäste und Einwohner werden an den drei Tagen in die glorreichen Zeiten des Weltbades versetzt, als sich Kaiser, Zaren und Könige, Schriftsteller, Musiker und andere Künstler aus aller Welt hier trafen. Der bekannteste Kurort Deutschlands feiert sich selbst. Zahlreiche Darsteller stellen Graf Otto von Botenlauben mit Beatrix von Courtenay, Gräfin von Botenlauben, Balthasar Neumann, das österreichische Kaiserpaar Elisabeth I und Franz Josef I., mehrere bayerische Könige oder den Schriftsteller Theodor Fontane dar, der vier Mal nach Bad Kissingen kam und vor genau 200 Jahren geboren wurde. Allerdings wird einer der bekanntesten Kurgäste heuer nicht vertreten sein: Nach dem überraschend Tod von Darsteller Alexander Karl bleibt die Rolle Otto von Bismarcks in diesem Jahr unbesetzt.

Die Organisation des Rakoczy-Festes teilen sich Staatsbad GmbH und Stadt. Die Kutschen etwa gehören der Stadt. "Wir lagern sie ein und sorgen für den Unterhalt, etwa das Fetten des Leders", berichtet Lutz. Die Wagen dagegen stehen in der Kurgärtnerei. Die ist auch für den Blumenschmuck zuständig: "Das ist ein Riesen-Aufwand in den Tagen vor dem Fest, den Ballsaal und die ganzen Wagen zu schmücken", berichtet Lutz. Wichtig sei dabei eine gute Vorbereitung: Bereits Monate vorher überlegen sich Holger Paff und sein Team von der Kurgärtnerei, welche Blumen etwa zum diesjährigen Kleid der Quellenkönigin passen.