Als "folgenschweren Streich" bezeichnet die Hammelburger Polizei das Zündeln eines Kindes im Pausenhof der Oberthulbaer Schule am Freitagnachmittag. Das nach Polizeiangaben strafunmündige Kind steckte eine Papiertonne in Brand, die direkt am Schulgebäude stand. Durch die Hitze zerbarsten zwei Fenster und Rauch zog ins Innere.

Weiter wurde die Fassade der Schule erheblich  beschädigt. "Ich bin froh, dass nicht mehr passiert ist", sagte Bürgermeister Mario Götz am Sonntag auf Nachfrage, und: "Zum Glück haben wir Ausweichmöglichkeiten." Der Schulbetrieb könne heute regulär aufgenommen werden. "Ich bin morgen früh selbst in der Schule und bespreche das weitere Vorgehen mit Lehrern und Schulleitung", kündigte Götz am Sonntag an.

Bub zündelt hinter Schule - und sorgt für Feuerwehreinsatz

Laut Polizeibericht kam der Junge, der das Feuer gelegt hatte,  während der Löscharbeiten und der polizeilichen Aufnahme selbstständig zurück zum Brandort, um sich der Polizei zu stellen. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf eine  fünfstellige Summe. Die Feuerwehren Oberthulba und Albertshausen waren zur Brandbekämpfung vor Ort und lüfteten anschließend den betroffenen Bereich des Schulgebäudes.

"Bauhof und Feuerwehr haben das im perfekten Zusammenspiel gelöst", berichtet Bürgermeister Götz. Die beiden zerbrochenen Fenster wurden bereits mit Holz verkleidet. Gemeldet wurde der Brand von Anwohnern, aber auch die Brandmeldeanlage habe angeschlagen.

Auch der Brandschutz habe funktioniert, die Türen des Brandabschnitts waren geschlossen, deshalb seien nur Klassenzimmer betroffen. Am Samstag sei alles sofort gereinigt worden, eigentlich könnte der Unterricht dort stattfinden. Zur Sicherheit würden die drei Klassen jedoch in freien Fachräumen unterrichtet. Die Versicherung sei informiert, ein Sachverständiger bereits angefragt.