Druckartikel: Schwieriger Holzmarkt erschwert Planung

Schwieriger Holzmarkt erschwert Planung


Autor: Redaktion

Schönau an der Brend, Freitag, 22. Sept. 2017

Der Schönauer Gemeinderat informierte sich im Wald über die Einschlagsplanung. Der Radweg läuft künftig auf Gemeindegrund.
Im Schönauer Gemeindewald informierten sich die Gemeinderäte ausführlich über den derzeitigen Stand der Waldbewirtschaftung und der naturnahen Pflege durch Forstoberrat Hubert Türich vom Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten (links), sowie dem zuständigen Revierförster Michael Heinrich (Vierter von rechts). Manfred Zirkelbach


Die Informationen und Beschlüsse zur Holzeinschlagsplanung im Schönauer Gemeindewald für 2018 gaben Bürgermeister Rudi Zehe Gelegenheit, den Gemeinderat zu einem Waldgang mit Forstoberrat Hubert Türich vom Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten (ALEF) und Revierförster Michael Heinrich einzuladen.
In der Waldabteilung Waldbeerberg zeigten beide an einigen Beispielen die Entwicklung von Jungbeständen auf. Die Wirtschaftlichkeit stehe dabei im Vordergrund, indem man die kostenintensive Pflanzung durch naturnahe Maßnahmen wie Lockerung des Waldbodens und der damit verbundenen natürlichen Besamung ergänzen könne. Ebenfalls müsse eine Ausgewogenheit zwischen wirtschaftlichem Waldbau und Wild hergestellt werden, wurde dabei festgestellt.


Borkenkäfer- und Sturmschäden

Die Holzeinschlagsplanung wurde dem Ratsgremium von Revierförster Michael Heinrich vorgestellt. Er verwies darauf, dass durch verschiedene Sturmwürfe im vergangenen Jahr sowie wegen starken Befalls durch den Borkenkäfer die Situation auf dem Holzmarkt schwieriger geworden sei. Deswegen könne zum jetzigen Zeitpunkt auch noch keine konkrete Aussage über künftige Preise und damit über den endgültigen Maßnahmeplan Holzeinschlag getroffen werden.
Die Summe der Holzernte könne vorsichtig auf knapp 3000 Festmeter auf einer Fläche von rund 35 Hektar beziffert werden. Die Ein- und Ausgaben belaufen sich nach diesen Schätzungen auf rund 77 000 Euro. Auch für den Wegebau sind im kommenden Jahr drei Sanierungsmaßnahmen vorgesehen.


Grundstücksbesitzer verkauft nicht: Neue Planung

In der Sache Radwegelückenschluss gab der Bürgermeister den aktuellen Sachstand zur Kenntnis. Der noch fehlende Grunderwerb konnte demnach endgültig nicht realisiert werden. Entsprechend dem Gemeinderatsbeschluss vom 22. August sei die Planung daher so verändert worden, dass der Ausbau auf dem bestehenden Weg der Gemeinde erfolgen kann. Ob dadurch Mehrkosten entstehen, ließ der Bürgermeister offen.
Das Amt für Ländliche Entwicklung (AlE) habe der neuen Planung zugestimmt. Aufgrund der Verzögerungen werde der Bau deshalb heuer nicht mehr realisiert werden. Begonnen werde daher voraussichtlich erst im nächsten Mai. Allerdings wird noch im Herbst der notwendige Holzeinschlag auf der neu geplanten Trasse erfolgen.
Nachdem verschiedene Einwendungen gegen den Radwegebau im Landratsamt eingegangen seien, sollen diese Bedenken mit den Einspruchsführern ebenfalls noch in kürzester Zeit besprochen werden.


Baubestand

Beim Abwasserverband Saale-Lauer steht die Überarbeitung der Schmutzfracht-Simulation für das Einzugsgebiet des Verbandes an. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die Beurteilung der künftigen Bauentwicklung im Innen- und Außenbereich der Kommunen.
Dabei sind der Baubestand wie auch die künftigen Entwicklungen im baulichen Bereich für einen Zeitraum von rund 20 Jahren zu betrachten. Seitens der Gemeinde Schönau sei die Entwicklung recht überschaubar, so der Bürgermeister, man rechne in beiden Gemeindeteilen mit einer Mehrbebauung von 20 bis 25 Einheiten.


Bauanträge

Für ein Grundstück im Fliederweg wurde ein Bauantrag für eine Gerätehalle gestellt. Das Grundstück liegt im Bereich des Bebauungsplanes Markberg. Von Seiten der Gemeinderäte bestanden keine Bedenken dagegen. Allerdings äußerten die Gemeinderäte erschließungsrechtliche Bedenken für das Grundstück, die sie vor der Baugenehmigung geklärt haben möchten.
Einem weiteren Antrag zum Neubau eines Wohnhauses als Betriebswohnung im Kollertshof auf dem Gelände des bestehenden Aktivstalles für Pferde wurde ebenfalls zugestimmt. Gegen das Aufstellen einer Infotafel "Nein zum Nationalpark" in Burgwallbachs Dorfmitte hatte der Gemeinderat keine Bedenken. zir