Kilianshof: Wildtierstation Rhön-Saale pflegt kranke und verletzte Tiere
Autor: Redaktion
Kilianshof, Montag, 16. Dezember 2019
Die Wildtierstation Rhön-Saale hat in Kilianshof eine neue Heimat gefunden. Der Aufbau ist gerade in vollem Gange. Bislang war die Station in Roth untergebracht. Wir verraten, warum der Umzug notwendig war.
Wildtierstation Rhön-Saale zieht von Roth (Markt Bad Bocklet) nach Kilianshof (Landkreis Rhön-Grabfeld): Der Vorsitzende der Wildtierstation Rhön-Saale, Karl-Heinz Kolb, und Theresa Kneuer sind froh. Auch wenn noch viel Arbeit vor ihnen liegt, so sind sie doch glücklich, hier in Kilianshof zu sein. "Wir haben hier einfach mehr Platz als in Roth, wo wir vorher waren", freut sich Theresa Kneuer. Hier in Kilianshof werden in Zukunft Wildtiere betreut, die verletzt oder erkrankt sind.
Tierische Patienten sollen aufgepäppelt und freigelassen werden
Als man mit der Wildvogelstation Rhön-Saale 2013 begann, hatte man im Schnitt 20 bis 50 Tiere im Jahr zu betreuen. "Die Zahl unserer Schützlinge wuchs allerdings exponentiell. So hatten wir von Anfang 2019 bis Juli 2019 300 Tiere, die von uns betreut wurden", so Kneuer.
Ein Umzug war schon lange überfällig, zumal man in Roth nicht mehr expandieren konnte. Jetzt ist man dabei, die Station in Kilianshof aufzubauen. Vom Zaunkönig bis zum Graureiher, vom Siebenschläfer bis zum Rehkitz sollen erkrankte Tiere aufgepäppelt und wieder in die Natur entlassen werden.
Der Verein hat mehrere Außenstellen; in Kilianshof soll demnächst die Quarantänestation errichtet werden, ein Ort, den alle eingelieferten Pfleglinge durchlaufen. "In Roth war die Quarantänestation mit rund 20 Quadratmetern viel zu klein. Außerdem befanden wir uns dort mitten im Wohngebiet, so dass wir hier kaum Möglichkeiten hatten, die Tiere auszuwildern", sagt Theresa Kneuer.
Artgerechte Unterbringung wichtig - "Jedes Tier hat gewisse Ansprüche"
Ihr war es wichtig, dass die Tiere artgerecht untergebracht werden. "Jedes Tier hat gewisse Ansprüche, die wir bestmöglich erfüllen wollen", erläutert Karl-Heinz Kolb, der studierter Biologie mit Schwerpunkt Zoologie ist.
Ein Grund, nach Kilianshof zu ziehen war, dass die Lage perfekt ist, um die gesund gepflegten Tiere wieder in die Natur zu entlassen, ist die Ortschaft doch vom Staatsforst umgeben und liegt im Biosphärenreservat. "Die Lage ist so dezentral, dass es für die Auswilderung perfekt ist. Außerdem liegt Kilianshof an der Schnittstelle der beiden Landkreise, was für unsere Arbeit optimal ist", freut sich Theresa Kneuer.