2018 gab es so etwas wie die Generalprobe, als sich zum ersten Mal seit 54 Jahren wieder mal ein Faschingszug durch Hausen in Bewegung setzte. Heuer dann die Premiere: 16 Gruppen, darunter acht Festwägen machten sich um Punkt 13.25 Uhr auf den Weg. Entlang der Route hatten sich rund 500 Schaulustige eingefunden.

Angeführt wurde der Zug von der Blaskapelle Hausen. Die Fußgruppen kamen allesamt aus dem Bad Kissinger Ortsteil, so zum Beispiel die Kindergartenkinder und die Step-Aerobic-Gruppe der TSV. Auch die Ministranten mit Pfarrvikar Michael Schmitt beteiligten sich.

Zum ersten Mal gab es ein Prinzenpaar: Sabine I. und Steffen II. führten den Reigen der Faschingswägen an. Die Kleinbracher Schmankerlstube präsentierte ihre Stammgäste mit Hilfe von Fotomasken, und so mancher Zuschauer konnte sein Alter-Ego auf dem Wagen entdecken.

Der Festwagen der Häusler Boochbrunser befasste sich in diesem Jahr mit den Benzinpreisen und beschwor die Rettung der Artenvielfalt bei den Biersorten. Wieder auferstanden ist SUS (der Sauf- und Skiklub Hausen), dem sicherlich der Kreativitätspreis bei den Festwägen zustand: Auf der Skischanze am Hüennergrobe - als noch Schnee lag, konnte man da vor Jahrzehnten Skifahren - trugen die Springer ihren Wettbewerb aus, wobei die meisten angesichts der direkt an der Schanze befindlichen Bar auf ihren Start verzichteten.