Vier Millionen Euro soll die Hallen-Sanierung nach den bisherigen Kostenschätzungen kosten. Ob es dabei angesichts der zurzeit rapide steigenden Baukosten bleibt, wurde in der Sitzung des Gemeinderats mehrfach angezweifelt. Für dieses Jahr stehen (einschließlich Heizungstechnik und Planungskosten) 1,53 Millionen Euro an Ausgaben im vorgelegten Haushaltsplan-Entwurf und bleiben auch drin.

Kämmerer Michael Weigand empfahl "die Baukosten will ich drin lassen, falls es im Herbst doch noch losgehen sollte, wobei das etwas sportlich ist". Er wies aber auch auf die Pflichtaufgaben der Gemeinde hin, wie die dringende Sanierung der Brunnenstraße, für die im Jahr 2025 knapp eine halbe Million Euro an Bau- und Planungskosten vorgesehen sind.

Eine Million Euro an Zuschuss vom Bund sind bis ins Jahr 2024 für die Sanierung der Halle zugesagt. Für weitere 200.000 Euro vom Amt für ländliche Entwicklung wartet die Gemeinde noch auf eine verbindliche Zusage, so Michael Weigand.

"Zwei Millionen Euro bleiben bei der Gemeinde für die Hallensanierung hängen", rechnete der Kämmerer vor und stellte in den Raum, ob es nicht auch möglich sei, die Halle in einzelnen Bauabschnitten, abhängig von der jeweiligen Finanzlage, zu sanieren. Er räumte aber auch ein "ob das bautechnisch möglich ist, kann ich nicht sagen". Bürgermeister Fridolin Zehner (CSU) war sehr skeptisch, ob in Etappen gebaut werden kann.

Michael Weigand warnte vor Stabilisierungshilfe durch den Freistaat. Es sei fraglich, ob die Gemeinde überhaupt welche bekomme. Außerdem wäre dann das Landratsamt als Kontrollinstanz mit im Boot und dann müssten freiwillige Aufgaben heruntergefahren werden.

"Man muss jetzt schon überlegen, ob man sich die Hallensanierung leisten kann ... Wenn in zwei oder drei Jahren Pflichtaufgaben nötig sind, kann uns das auf die Füße fallen".

Der Haushalt wurde schließlich mit sieben Ja-Stimmen genehmigt. Ein Gemeinderat stimmte dagegen.

Soviel kostet die Miete

Schließlich wurden die Mietpreise für die zukünftige Nutzung festgelegt, da die Halle aus steuerlichen Gründen als Betrieb gewerblicher Art geführt werden soll.

Deshalb müssen die Einnahmen aus den Mieten mindestens 15 Prozent der laufenden Aufwendungen decken. Für die sportliche Nutzung der Halle, des Foyers und der Tribüne wurden für Erwachsene sechs Euro/Stunde festgelegt, für Kinder drei Euro. Die Benutzung des Schützenraums kostet sechs Euro/Stunde.

Damit würden laut Hallenbelegungsplan 7640 Euro pro Jahr eingenommen, erforderlich wären 7380 Euro. Die Preise für die Vermietung an Dritte für Veranstaltungen bleiben gleich.