"Den Kontakt nicht verlieren und immer wieder trotz Pandemie ein bisschen Normalität den Kindern ermöglichen, das ist die Devise des Kinderhauses in Thundorf", sagt deren Leiterin Renate Saal. Die letzten Wochen durfte auch im "Kinderhaus Unterm Regenbogen" nur Notbetreuung umgesetzt werden. Die Eltern gingen recht verantwortungsvoll mit dieser Situation um.

Um den Kontakt zu den Kindern nicht zu verlieren und auch Förderung für zu Hause zu gewährleisten, erreichten kleine Videos mit Entspannungsgeschichten, Experimenten, Liedern und Sprachprogrammen die Kinder zu Hause. Auf einem E-Mail Weg wurden Arbeitsblätter, Ausmalbilder und anderes verschickt.

Zu Ostern sowie vor dem Mutter- und Vatertag war der "Kinderhausexpress" unterwegs und legte so manche Überraschung zum Basteln, Gestalten oder Entspannen vor die Türen der Kinder. Und dann endlich die freudige Nachricht, es darf wieder eingeschränkter Regelbetrieb sein, was heißt, das feste Gruppen gebildet werden müssen, mit dauerhaft dem gleichen Personal. Aber alle Kinder dürfen wieder in den Kindergarten.

Aus diesem Anlass organisierte das Personal spontan ein Willkommensfest mit Tanz um die "Willkommensbirke", die mit bunten Bändern, Fähnchen, Masken und gestalteten Herzen, auf denen geschrieben stand, was die Kinder endlich nach so langer Zeit wieder unternehmen können, dekoriert war. Dieser Baum wurde im Turnraum aufgrund des unbeständigen Wetters platziert und ragte bis zur Decke hoch.

Mit Musik wurde um den mit Regenbogenbändern und Chiffontücher geschmückten Baum, alles natürlich Gruppenintern, getanzt. Den Anfang machten die Minis mit dem "Schmetterlingslied". Man sah sich versetzt an eine traditionelle Maibaumaufstellung. Eine Bratwurst mit Brötchen für jedes Kind gehörte natürlich dazu. Die älteren Kinder äußerten zuvor noch viele Wünsche zum Thema Corona wie, dass das Schwimmbad und die Geschäfte bald wieder geöffnet werden, dass sich die Kinder wieder gegenseitig besuchen dürfen und auch wieder zusammen Sport treiben.

Unvergessliches Erlebnis

Das Willkommensfest war somit die Alternative zum traditionellen Maifest des Kindergartens. Auch das Sommerfest, das Ende Juni im gewohnten Rahmen ein zweites Mal nicht stattfinden kann, soll nicht so einfach ausfallen. Engagierte Teams, wie der Vorstand, der Elternbeirat und das Personal haben da schon vorgearbeitet und so manche Ideen, die noch ausgearbeitet werden muss, damit die Kinder ein unvergessliches Erlebnis genießen dürfen. Auch der Rollerführerschein, das Abschlussfest, die "Besuch mich mal Tage" und die Übernachtung für die Vorschulkinder und Kinderhausabgänger sollen "coronakonform" durchgeführt werden.