Auf dem Grundstück Schlossgasse 1 im Altort von Maßbach entsteht in absehbarer Zeit ein 40 Meter langes und etwa zehn Meter breites Gebäude mit einer Tagespflegeeinrichtung und zehn Wohneinheiten, die dem betreuten Wohnen dienen können. Bauherr ist die Wolf-Haus GmbH Burkhardroth-Gefäll. Der Marktgemeinderat gab in seiner jüngsten Sitzung einstimmig sein gemeindliches und sanierungsrechtliches Einvernehmen. Außerdem stimmte er einigen Abweichungen von der Gestaltungssatzung zu und genehmigte, dass mit den Erdarbeiten jetzt begonnen werden kann.

Diskutiert wurde nur ganz kurz. Marktgemeinderat Diethard Dittmar (SPD) stellte die Frage, ob sich dieses recht massive Gebäude in die Umgebung einfügt und seine Kollegin Susanne Ziegler (Grüne/FBuU) zweifelte an, dass genügend Parkplätze vorhanden sind. Bürgermeister Matthias Klement (CSU) betonte die überragende Bedeutung dieses Projektes für die Marktgemeinde. Dem schlossen sich alle Marktgemeinderäte an und stimmten dem Projekt zu.

Zwei Spender für Hundekotbeutel

Lange diskutiert wurde hingegen der Antrag von Susanne Ziegler, Hundekotbeutelspender aufzustellen. Es seien Beschwerden über vermehrten Hundekot im Bereich der Gärten in der Au und in der Badwiese beim Parkplatz an der Festhalle in Poppenlauer eingegangen, hieß es in der Beschlussvorlage. In der Sitzung wurden auch andere Wege genannt, die gern von Hundebesitzern frequentiert werden, wie der Flurbereinigungsweg von Maßbach in Richtung Poppenlauer. Die Landwirte seien über die Hinterlassenschaften der Hunde in ihren Felder und Wiesen auch nicht erfreut, betonte Bürgermeister Klement.

Auch in den anderen Ortsteilen gebe es immer wieder Klagen und Probleme. Er appellierte an die Eigenverantwortung der Hundebesitzer, sie sollten "was hinten rauskommt wieder mitnehmen". Er erzählte von schlechten Erfahrungen mit den Hundekotbeutelspendern, von denen er im Gespräch mit Bürgermeister-Kollegen gehört habe - "die meisten raten davon ab". Marktgemeinderat Wolfgang Rützel (WGP) fürchtet "die meisten Hundebesitzer schmeißen alles Mögliche in die Hundekotbehälter rein, nicht nur die Plastiktüten" und Diethard Dittmar ergänzte "ich glaube kaum, dass ein Hundebesitzer in die Wiese geht, um raus zu holen was sein Hund hinterlassen hat". Schließlich beschloss der Marktgemeinderat doch, für die Ortsteile Maßbach und Poppenlauer je zwei Hundekotbeutelspender anzuschaffen. Die Kosten betragen insgesamt etwa 2000 Euro. Nur Wolfgang Rützel stimmte dagegen.

Stellplätze hinereinander

Heftig diskutiert wurde die Baugenehmigung für den Umbau eines Mehrfamilienhauses in der Neuen Straße in Maßbach. Durch den Umbau soll eine zusätzliche vierte Wohneinheit geschaffen werden. Dadurch werden zwei Stellplätze nötig, heißt es in der Sitzungsvorlage. Diese sollen hintereinanderliegen und nicht direkt anfahrbar sein.

"Diese zwei Stellplätze hintereinander sind eine Missgeburt", kritisierte Diethard Dittmar heftig, "mit einer Familie geht das noch, aber nicht mit unterschiedlichen Mietern". Bürgermeister Klement rechtfertigte den Beschlussvorschlag: wenn neuer Wohnraum geschaffen wird, muss man manchmal so einen Spagat machen. Sonst macht der Bauherr nichts". Bei fünf Gegenstimmen stimmte der Markt Gemeinderat schließlich zu.

Einstimmig genehmigt wurde der Bau eines zweigeschossigen Hauses mit vier Wohnungen in der Hauptstraße in Poppenlauer. Die Lippelsgasse im Ortsteil Poppenlauer soll zum Teil neugestaltet werden. Deshalb sind umfangreiche Abbrucharbeiten von uralten und nicht mehr sanierungsfähigen Gebäuden erforderlich. Die Arbeiten wurden für 35 000 Euro an eine Firma in Geiselwind vergeben. Die Kostenschätzung betrug rund 50 000 Euro.

Das Gewerbegebiet an der Staatsstraße ST2281a hat nun einen Namen. Es heißt jetzt "Gewerbepark Poppenlauer", beschloss der Gemeinderat einstimmig. Nun gilt es noch, Namen für die Straßen zu finden.