Münnerstadt
Tradition

Münnerstadt: Der zweite Heimatspielsonntag bringt Extra-Attraktionen

Krimis, Waffeln, Schmuck - und später noch zum Heimatspiel. Das macht den Schutzengel-Markt mit Flohmarkt und verkaufsoffenem Sonntag attraktiv für die Besucher, aber auch für die Standbetreiber
Kunst mit und ohne Rahmen wurde beim Flohmarkt viel verkauft. Foto: Dieter Britz
Kunst mit und ohne Rahmen wurde beim Flohmarkt viel verkauft. Foto: Dieter Britz
+5 Bilder
} } } } }

Es gab in den Straßen und Gassen der Stadt mal wieder (fast) alles von Zuckerwatte und Waffeln über warme Mützen für den Winter und Porzellan aller Art bis zu gebrauchten Krimis, Schallplatten, Staubsaugern und Kinderspielzeug wie zum Beispiel einer prächtigen Dampfmaschine oder Mini-Panzer.

Der traditionelle Schutzengel-Markt, der Flohmarkt, der verkaufsoffene Sonntag in den Geschäften und natürlich das Heimatsspiel auf dem Anger zogen am Sonntag wieder zahlreiche Gäste aus der näheren und weiteren Umgebung an. Schon an den Autokennzeichen wie WÜ, SW oder HAS und KT wurde deutlich, dass die Veranstaltung eine große Anziehungskraft hat.

"Seit 15 Jahren mit dabei"

Am zweiten Heimatspiel-Wochenende sind es neben dem eigentlichen Heimatsspiel vor allem die beiden Märkte, die Besucher anlocken. "Ich komme jedes Jahr am zweiten Heimatsspielsonntag, gehe zuerst über den Flohmarkt und den Schutzengel-Markt und dann besuche ich noch das Heimatsspiel", verriet ein Gast aus dem Raum Haßfurt, "das mache ich seit über 15 Jahren so und besuche im Anschluss natürlich auch meine Verwandten in Münnerstadt."

Er freut sich, dass er beim Bummel über den Flohmarkt so gut wie immer zwei oder drei neue Krimis ergattert, die in seiner Sammlung noch fehlen. Aufgefallen ist diesem Besucher allerdings, dass dieses Jahr sowohl beim Schutzengel-Markt als auch beim Flohmarkt ein paar Standbetreiber weniger als früher die Straßen und Plätze füllten. "Das hängt sicher noch mit den Folgen der Corona-Pandemie" zusammen, meint er.

Über den Flohmarkt schlendern

Eine Besucherin aus Bad Kissingen verriet: "Ich schlendere halt gerne über Flohmärkte und schaue. Kaufen will ich eigentlich nichts, aber das klappt selten." Als sie angesprochen wurde, hatte sie schon zwei Bücher und drei alte Schallplatten für sich gefunden. "Bei sowas kann ich selten widerstehen. Das waren echte Schnäppchen."

Krimis in der Finsteren Gasse

Eine feste Größe und Anlaufstelle für alle, die ihre Krimi-Sammlung ergänzen wollen, ist seit vielen Jahren Thorsten Rathjen. Er hat seinen Stand immer an derselben Stelle in der Finsteren Gasse. Wenn er einen gesuchten Krimi nicht dabeihat, dann findet er ihn sicher in seinem häuslichen Fundus. Er verkauft nicht nur, er hat auch eine "verrückte Star-Wars-Uhr" für sich gefunden. "Das Hauptgeschäft machen wir, bevor das Heimatsspiel losgeht. Viele Marktbesucher wollen da hin, und dann wird es bei uns ruhiger" sagt ein weiterer Markthändler. "Ich komme im Städtchen immer auf meine Kosten", verrät ein anderer kurz und bündig.

Aus der Nähe von Volkach kommt eine Standbetreiberin. Sie verkauft unter anderem selbst gemachten Schmuck für die ganze Familie und Gartendeko. Sie war schon etwa achtmal beim Schutzengel-Markt und lobt: "In Münnerstadt sind wir eigentlich immer zufrieden." Auch der Händler aus Bad Kissingen, bei dem es Kirchweih-Waffeln mit Puderzucker oder Zimt und Zucker gibt, versichert: "In Münnerstadt kommen wir eigentlich immer auf unsere Kosten."