In der Woche nach den Pfingstferien stehen an der Staatlichen Fach- und Berufsoberschule Bad Neustadt die Prüfungen zum Fachabitur 2021 an. Für die Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrganges 2021 keine leichte Zeit, denn neben der regulären schulischen Belastung kommt derzeit auch noch der unterschwellige Stress wegen der Corona-Pandemie dazu.

Im Gegensatz zu anderen weiterführenden Schulen, in denen aufgrund der seit Wochen hohen Inzidenz im Kreis ein Großteil der Klassen im Distanzunterricht ist, ist die Fach- und Berufsoberschule von der Klassenzahl her beinahe vollzählig im Wechsel- bzw. Präsenzunterricht. Hygienemaßnahmen stehen daher im Vordergrund, was auch dazu führt, dass vor allem die 11. Jahrgangsstufe im Wechselunterricht ist, damit genügend Klassenzimmer für den Präsenzunterricht der Abschlussklasse zur Verfügung stehen.

Trotzdem schwingt natürlich immer die Gefahr einer Covid-19-Infektion mit, weswegen die Schülermitverantwortung (SMV) zusammen mit den Lehrkräften Jürgen Puschmann, Sabrina Birner und Felicitas Geis die Initiative ergriffen hat und in der 12. Jahrgangsstufe eine Covid-19-Aufklärungswoche durchführte.

Der SMV ging es vor allem darum, dass Schülerinnen und Schüler als Gesundheitsbotschafter mit Mutmachworten auf der Zielgeraden zur Abschlussprüfung aktiv werden. Sie wollte das Sicherheitsempfinden des Abschlussjahrganges weiter schulen und aus einem gesunden Halbwissen bei den Schülerinnen und Schülern der 12. und 13. Jahrgangsstufe Expertenwissen in Sachen Corona herausbilden.

Der Aspekt, dass allein das unvorsichtige Verhalten und eine daraus folgende Covid-19-Infektion die Abschlussprüfungen für alle im schlimmsten Fall gefährden könnte, stand hier im Vordergrund.

Spielerisch waren die Schüler der SMV mit den Lehrkräften als "Schul-Virologen" in den Abschlussklassen unterwegs, stellten mithilfe von Powerpoint-Folien und an das Theater angelehnten schauspielerischen Elementen in einem rund 15-minütigen Vortrag nochmals Gefahren von Covid-19 und mögliche Infektionswege dar, um dann mit dem Apell "Do it! Wear it! Reduce it!" (Lüften! Maske tragen! Inzidenz reduzieren!) an die Eigenverantwortung zu erinnern, die jeder trägt, um eine Infektion zu verhindern.

Kein Klamauk, keine Satire, aber auch keine Straf- und Moralpredigt sollte die Aufklärungswoche sein - sondern einfach den Schülerinnen und Schülern eindringlich deutlich machen, was in dieser schweren Zeit im privaten und vor allem im schulischen Leben möglich ist und was nicht. Und natürlich sollte der Jahrgang 2021 auch dafür sensibilisiert werden, dass es mit dem Fach-Abi bzw. dem Abi klappt, wenn man sich an die Corona-Regeln hält und nicht leichtsinnig wird. Am Ende dieser Aufklärungswoche zeigte sich deutlich, dass Erklärungen und Informationen, die von jemandem kommen, den man aus der Schule persönlich kennt, einen authentischeren Wert haben als Quellen aus dem Internet oder dem Fernsehen, heißt es in einer Meldung der Fach- und Berufsoberschule an die Presse.