Zwei Punkte standen im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Rannunger Gemeinderates: Zum einen gab es einen Rückblick auf das Jubiläumsfest mit viel Lob für die Organisatoren und die Helfer, zum anderen stimmte der Gemeinderat mit großer Mehrheit für die Einrichtung eines beratenden Bauausschusses. Hintergrund ist in erster Linie die geplante Sanierung der Mehrzweckhalle.

Im Juli 2020 noch hatte der Gemeinderat mit großer Mehrheit die Einrichtung eines Bauausschusses abgelehnt. Eingerichtet wurde aber ein Gremium mit Vertretern der Vereine und Mitgliedern des Gemeinderates, das über die Sanierung der Halle diskutierte und eine anerkannt gute Arbeit leistete, aber keine bindenden Beschlüsse fassen konnte. In der vorletzten Sitzung wurde das Thema wieder diskutiert. Gemeinderat Josef Holzheimer (CSU/FW) hatte vorgeschlagen, eine kleinere Gruppe zu bilden, die die Planung noch einmal mit dem Architekturbüro aufgerollt und Einsparmöglichkeiten aufzeigt. Darauf verständigte sich das Gremium.

Bürgermeister zeigt Möglichkeiten auf

Nun stand die Form des kleineren Gremiums auf der Tagesordnung. Bürgermeister Fridolin Zehner (CSU), der gleich zu Beginn der Diskussion betont hatte, dass er gegen einen kleineren Ausschuss ist, da der Aufwand dafür zu hoch sei, zeigte die Möglichkeiten auf: Erstens könnte für eine Baumaßnahme gezielt ein Gremium aus Mitgliedern des Gemeinderates sowie anderen, speziell für diese Maßnahme geeigneten Personen gebildet werden. Es ist an keine Gemeindeordnung gebunden und kann flexibel arbeiten. Die Ergebnisse werden dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt. Zweitens könnte ein beschließender Bauausschuss gebildet werden, dem nur Mitglieder des Gemeinderates angehören. Seine Beschlüsse können vom Gemeinderat "gekippt" werden. Und drittens ist auch ein beratender Bauausschuss möglich, dem ebenfalls nur Gemeinderäte angehören. Den Vorsitz des Ausschusses hat der Bürgermeister, der ihn allerdings auch delegieren kann an seine Stellvertreterinnen oder ein anderes Mitglied. Angesichts der Stärkeverhältnisse stehen bei einem Ausschuss mit fünf Mitgliedern der Liste CSU/FW drei Sitze zu, der Bürgerliste zwei.

Für alle Bauangelegenheiten zuständig

"Du kannst nicht den Vorsitz im Ausschuss übernehmen, wenn du nicht dahinterstehst. Wer den Vorsitz hat, der hat ein schweres Los. Mit einem Arbeitskreis kommen wir nicht mehr vorwärts, der kann nichts durchsetzen und vorantreiben", merkte Gemeinderat Steffen Winterbauer (CSU-FW) an. Nach Ansicht von Gemeinderätin Yvonne Seufert (Bürgerliste) sollten im Bauausschuss dasjenige Mitglied sein, die das Projekt schon die ganze Zeit begleitet haben und sich nicht erst wieder ein halbes Jahr lang einarbeiten müssen. Der Gemeinderat beschloss schließlich bei drei Gegenstimmen (darunter Bürgermeister Zehner) die Bildung eines beratenden Bauausschusses. Er ist nicht nur für die Sanierung der Halle zuständig, sondern für alle Bauangelegenheiten.

"Es war ein schönes Fest"

Viel Lob gab es für alle Organisatoren und Helfer des großen Jubiläumsfestes. "Alles war ganz hervorragend organisiert" sagte der Bürgermeister, der von etwa 6000 bis 10.000 Besuchern allein am Sonntag ausgeht. Die Erlebnishöfe zum Beispiel seien sehr gut angenommen und für Kinder sehr viel geboten worden. Die Fotoausstellung sei speziell für die Älteren sehr interessant gewesen. Die dritte 3. Bürgermeisterin Bettina Bonengel (CSU/FW) sagte: "Wir hatten nicht viel Zeit, nur elf Monate. Am Schluss lagen die Nerven blank. Die Helfer waren begeistert, aber alle waren eine Belastungsgrenze." Steffen Winterbauer schließlich dankte Bettina Bonengel für ihre Arbeit und hob hervor "es war ein schönes Fest".