Endlich ging ein lang gehegter Wunsch nicht nur der Feuerwehr, sondern auch der Bürgerinnen und Bürger von Brünn, dem kleinsten Stadtteil von Münnerstadt, in Erfüllung: Der Versammlungs- und Schulungsraum der Feuerwehr bekam eine neue, modern eingerichtete Küche. Er dient nicht nur der Feuerwehr, sondern er ist die "gute Stube" für den ganzen Ort, hier finden zum Beispiel auch die städtischen Bürgerversammlungen statt. Deshalb übernahm die Stadt auch die Hälfte der Materialkosten in Höhe von 10.000 Euro anstatt der sonst üblichen zehn Prozent. Die andere Hälfte zahlte der Feuerwehrverein. 400 Stunden Arbeit waren dazu nötig. Diese teilten sich der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Fabian Seuberling, und sein Vater Erwin Seuberling, der zweite Kommandant der Wehr. Zur Einweihung der neuen Küche fand ein Dorffest mit Haxen-Essen statt, zu dem auch Gäste von auswärts kamen.

Pater Rudolf Götz OSA freute sich besonders, dass es in diesem kleinen Stadtteil noch einen Kindergarten und einen Gemeinschaftsraum mit einer Küche gibt, in dem nach der Corona-Pandemie nun wieder Treffen und Begegnungen der Bürgerinnen und Bürger möglich sind. "Das ist ganz, ganz toll geworden", freute er sich. Er segnete nicht nur die neue Küche, sondern alle Feuerwehrleute bei ihren Einsätzen. Er hatte es eilig und scherzte, "eigentlich brauche ich auch Blaulicht an meinem Fahrzeug".

Lionara Ehry, die stets umtriebige und rührige Vorsitzende des Feuerwehrvereins, dankte Erwin und Fabian Seuberling dafür, dass sie viele Wochenenden geopfert haben, um die Küche des Versammlungsraums wieder auf Hochglanz zu bringen, und überreichte ihnen Geschenkkörbe. Sie vergaß aber auch Bürgermeister Michael Kastl (CSU) nicht, der sich stets entgegenkommend zeigte. Dieser lobte die "Mischung aus Herzlichkeit und Manpower in Brünn". Lionara Ehry habe stets "nett gefragt", wenn es um Geld für dieses Projekt ging. Dieser Raum diene der Feuerwehr, habe aber auch Nutzen für die ganze Dorfgemeinschaft. "Das ist kein Millionen-Projekt. Ich bin trotzdem froh, dass es fertig ist, sonst würde es vielleicht noch viel teurer" meinte er.