Wegen der Corona-Pandemie hat in unserer kleinen Stadt niemand aufgehört" - das war eine höchst erfreuliche Feststellung von Oliver Schikora, dem Schriftführer und Kassier bei der Hauptversammlung von "Kaufhaus" Mürscht, dem Zusammenschluss der Gewerbetreibenden in der Stadt. In der Versammlung im Hotel Tilman, wegen der Corona-Pandemie der ersten seit drei Jahren, gab der als Vorsitzender bestätigte Arno Reuscher einen Überblick über die Tätigkeit des Vereins seit 2020 und einen Ausblick auf geplante Aktivitäten.

Viel Unterstützung

"Das wichtigste in den Corona-Jahren war für uns die Unterstützung der Händler, Gastronomen und Dienstleister mit entsprechenden Flyern und dem Lieferservice-Angebot", hob Arno Reuscher hervor, und "dieses konnten wir mit der tollen Unterstützung des TSV Münnerstadt unter Federführung von Johannes Wolf kostenlos anbieten". Auch das Gutschein-Angebot zur Unterstützung von Unternehmen, die wegen Corona längere Zeit schließen mussten, sei bei den Bürgerinnen und Bürgern gut angekommen nach dem Motto "jetzt zahlen, später kaufen".

Damit die Passanten die Schaufenster aufmerksamer und bewusster betrachten, findet jedes Jahr im Advent das Märchenratespiel statt. Lösungsbuchstaben wurden in den Schaufenstern versteckt. Trotz der Pandemie blieb es ein Erfolg.

Schon 2020 wurde mit finanzieller Unterstützung des Regionalbudgets die Spielebox Mücke unter anderem mit Spielgeräten, einer Rollenbahn, einem Wasserspielbecken für die Stadt und die Stadtteile gekauft. Doch wegen der Corona-Pandemie konnten die Geräte erstmals beim Stadtfest 2022 zum Einsatz kommen. Im Rahmen des Ferienprogramms werden die Spielgeräte vom 16. August bis zum 2. September im Jörgentorpark wieder genutzt.

2020 war das Projekt "Innenstadt-Marketing-Baukasten, digital und analog" abgeschlossen worden. Mit der Beratungsfirma CIMA wurde seinerzeit ein von der Rid-Stiftung (eine Stiftung für den bayerischen mittelständischen Einzelhandel) gefördertes Coaching-Programm zum Thema "Online-Sichtbarkeit und Marketing-Baukasten" gestartet. Doch die Pandemie bremste die Möglichkeiten zur praktischen Umsetzung stark. Nun soll in nächster Zeit ein digitales Schaufenster für Münnerstadt und seine Stadtteile entstehen, in das auch die Vereine eingebunden werden. Nach den Ferien ist ein Workshop dazu geplant.

Einkaufsgutschein läuft gut

Dieses Jahr finden am 4. September der Schutzengelmarkt, am 17. September das Kinderfest mit Stadtrallye, am 16. Oktober der Herbstmarkt und am 27. November der Weihnachtsmarkt mit Weihnachtsstadt statt. "Nach wie vor top läuft unser gemeinsamer Einkaufsgutschein Münnercard", freute sich Arno Reuscher. Dazu wartete Oliver Schikora mit interessanten Zahlen auf. Für rund 217.000 Euro wurden Münnercards gekauft, die nun in Geschäften in der Stadt wieder eingelöst werden können. Doch zahlreiche dieser Karten liegen, zum Teil seit Jahren, noch daheim bei den jetzigen Eigentümern und ein entsprechend hoher Geldbetrag auf dem Konto von Kaufhaus Mürscht. Nun werden Ideen gesucht, wie die Karten-Inhaber dazu animiert werden können, sich davon zu trennen und damit einkaufen zu gehen. Arno Reuscher könnte sich vorstellen, dass die Nummern von Karten bekanntgegeben werden und wer sie besitzt, der wird belohnt. In der Diskussion stellte Oliver Schikora die Frage, ob es Sinn macht, die Geschäfte an den Marktsonntagen fünfmal zu öffnen. "Zweimal offenlassen und alle machen mit, wäre die bessere Lösung", schlug er vor.

Der neu gewählte Vorstand: Vorsitzender Arno Reuscher, Stellvertreter Wolfgang Joa, Kassier und Schriftführer Oliver Schikora, Beisitzer Martin Werner, Susanne Hanshans, Mia Hochrein, Christine Schikora und Kilian Düring.