Die Finanzlage der Marktgemeinde ist recht gut. Kredite zur Finanzierung des Haushaltes sind nicht erforderlich. Bürgermeister Matthias Klement (CSU) teilte vor wenigen Tagen in der Hauptversammlung des Ortsverbandes seiner Partei mit, dass Maßbach zum Jahresende voraussichtlich weniger als eine Million Euro Schulden hat. Bei seinem Amtsantritt waren es 2,4 Millionen Euro gewesen. Kein Wunder also, dass der Gemeindehaushalt vom Marktgemeinderat einstimmig und mit Beifall für Kämmerer Michael Weigand verabschiedet wurde.

Der Verwaltungshaushalt, in dem alle laufenden Ein- und Ausgaben festgehalten sind, stieg um 5,5 Prozent auf 10,47 Millionen Euro. Davon fließen 1,8 Millionen Euro in den Vermögenshaushalt und dienen der Finanzierung von Investitionen. Für die Fertigstellung des Kinder- und Schülerhortes stehen 1,37 Millionen Euro Ausgaben im Vermögenshaushalt, 678.000 Euro Zuschuss soll es vom Freistaat geben. Ein großer Brocken sind 169.000 Euro für die Grundschule in Poppenlauer (Digitalisierung von Klassenzimmern, Mobiliar und ein Glasfaseranschluss), wofür es allerdings 56.000 Euro vom Freistaat gibt. Für die Mittelschule in Maßbach stehen 88.500 Euro Ausgaben im Vermögenshaushalt, das meiste davon für die Digitalisierung von Klassenzimmern, außerdem für Brandschutz. Für die Sanierung und Erweiterung des evangelischen Kindergartens in Maßbach sind 1,1 Millionen Euro Ausgaben im Vermögenshaushalt eingeplant. An Einnahmen sind 890.500 Euro Zuschuss vom Freistaat und von der evangelischen Kirche vorgesehen.

Die kleineren und größeren Einnahmen und Ausgaben für den laufenden Betrieb stehen im Verwaltungshaushalt. Im Einzelplan "Schulen" sind knapp 260.000 Euro Einnahmen vorgesehen, denen 615.000 Euro Ausgaben gegenüberstehen. Die Gemeinde kassiert 143.600 Euro Schulumlage von Nachbargemeinden, deren Schüler die Schulen in Poppenlauer oder Maßbach besuchen. Für die Schülerbeförderung bekommt die Gemeinde einen Zuschuss von knapp 98.000 Euro, muss dafür aber fast 121.000 (einschließlich Beaufsichtigung) aufwenden. Der laufende Unterhalt der Grundschule Poppenlauer ist mit 188.560 Euro veranschlagt, für die Schule in Maßbach sind 275.380 Euro angesetzt.

Der Einzelplan "allgemeine Finanzwirtschaft" ist der einzige, der mit einem Überschuss abschließt. Die Grundsteuer soll 425.000 Euro einbringen, die Gewerbesteuer 900.000 Euro. Von der Einkommensteuer bekommt die Gemeinde 2,5 Millionen Euro. 1,8 Millionen Euro zahlt der Staat an Schlüsselzuweisungen. Den Einnahmen in Höhe von 6,4 Millionen Euro in diesem Einzelplan stehen aber auch Ausgaben in Höhe von vier Millionen Euro gegenüber. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt 306 Euro. Wegen hoher Investitionen in die Kinderbetreuung, Erschließung von Baugebieten, Straßensanierung und Sanierung der Wasser- und Abwasserentsorgung sei in den kommenden Jahren mit höheren Darlehensaufnahmen zu rechnen.