25 Jahre Dominikus Ringeisenwerk Maria Bildhausen - Das war Grund genug dies mit einem Gottesdienst im Abteigarten zu feiern. Domkapitular Clemens Bieber erinnerte in seiner Ansprache daran, dass vor einem Vierteljahrhundert die Schwestern der St. Josefskongregation Ursberg das Werk, das sie vom Gründer Dominikus Ringeisen übernommen und ausgebaut hatten, in eine kirchliche Stiftung übertrugen. Mit diesem Schritt führten sie die Arbeit für Menschen mit Behinderung in die Zukunft. Rainer Waldvogel, Gesamtleiter der Einrichtung Maria Bildhausen freute sich denn auch über den Gast aus Würzburg, der trotz anderer Termine, Maria Bildhausen vorgezogen habe, um mit den Bewohnern zu feiern. Sein Dank galt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die erstmals bei niedriger Inzidenzzahl alle mit dabei sein konnten.

Der Abteigarten bot die Möglichkeit zum coronabedingten Abstand der einzelnen Gruppen. Ein Vergelt's Gott ging an Maria Krines, Religionspädagogische Fachkraft, für die individuelle Gestaltung des Freiluftgottesdienstes, sowie Peter Hartmann an der Orgel, Martin Fiedler an der Trompete und der Gruppe Konrad für die musikalische Ausgestaltung. In seiner Ansprache erwähnte der Domkapitular die Urkunde der Gründung des Dominikus Ringeisenwerkes, in der eine wichtige Botschaft, eine geniale Idee, niedergeschrieben ist. Es geht es um die Betreuung und Pflege der Menschen "die uns wichtig sind." Wenn dies in der eigenen Familie nicht mehr möglich ist, müssen das andere übernehmen und ihnen vertraue man diejenigen an, die auf Hilfe hoffen. Die Urkunde lege fest, dass die Menschen, die nach Ursberg oder Maria Bildhausen und andere Einrichtungen kommen, diese Hilfe bekommen.

Deshalb sei es wichtig an diesen Tag vor 25 Jahren zu erinnern und an die Zusage, die damals mit der Urkunde gegeben wurde. Auch die Schwestern der St. Josefs Kongregation hatten sich von Anfang an von der Idee des Helfens des Priesters Dominikus Ringeisen mitreißen lassen. "Er hat mit einem riesigen Gottvertrauen sich nicht von seiner Idee abbringen lassen, den Menschen Unterstützung zu geben, die mehr als alle anderen Hilfe brauchen."

Dominikus Ringeisen habe ein wichtiges Zeichen für behinderte Menschen gesetzt in einer Zeit, in der das nicht üblich war. Die Idee sei auf die Schwestern der St. Josefs Kongregation übergesprungen, gemeinsam Menschen zu helfen. Der Domkapitular erwähnte den Heiligen Ulrich, den Diözesanpatron von Augsburg, dem Ort von dem Dominikus Ringeisen kam. In der Diözese Würzburg, zu der Maria Bildhausen gehört, ist es der Heilige Kilian. Beide hätten die christliche Botschaft, die ihnen von Gott eingegeben wurde, den Menschen vermittelt. So wie einst Jesus seine Jünger ausgesandt hatte, um zu verkünden, dass Gott die Menschen liebt.

Das sei in der Urkunde vermerkt, aber wichtig sei es, dass es Menschen dann auch in die Tat umsetzen und kranken, alten und Menschen mit Behinderung helfen. Diesen Auftrag würden heute viele Betreuerinnen und Betreuer im Dominikus Ringeisenwerk erfüllen. Dank gelte deshalb ihnen allen, die, wie Dominikus Ringeisen sagte, mit Gottvertrauen, Mut und Phantasie für diejenigen da sind, die auf ihre Hilfe angewiesen sind. "Jeder Mensch soll spüren, Gott liebt dich!" Das wurde auch in den Fürbitten und beim Gabengang deutlich, als Bewohner symbolisch das Ringeisen Symbol, eine Sonnenblume, als Zeichen, dass Gott die Menschen beschützt und ein Windrad zum Altar brachten. Dieses verwies darauf, dass Gott das Leben bunt macht und man in Maria Bildhausen immer wieder gemeinsam feiern kann. Dem Gottesdienst schloss sich am Nachmittag ein internes Fest in den Innenhöfen an. Es gab Alpakaführung mit den Tieren aus Trappstadt, Luftballontiere von Corinna Wirsing, Artistik vom "Zirkus Firlefanz" und Livemusik mit der Band "Venus" und dem Musikact 2.