Nach zweijähriger Coronapause fand in diesem Jahr wieder der Florianstag der Gemeinde Thundorf statt. Treffpunkt der drei Feuerwehren und der Ehrengäste war am Rathaus Thundorf. Nach der Kirchenparade mit der Blaskapelle Thundorf, unter der Leitung von Stefan Meister, fand ein Gottesdienst der Floriansjünger aus Thundorf, Theinfeld und Rothhausen in der evangelischen Kirche in Thundorf statt.

Im Anschluss ging es im Festzug zur Festhalle. Dort angekommen, begrüßte die Bürgermeisterin Judith Dekant die Wehrleute und Ehrengäste, die da waren, die evangelische Pfarrerin Elfriede Schneider, für den verhinderten Landrat Thomas Bold, der stellvertretende Landrat Gotthard Schlereth, der Stadtbrandinspektor Harald Albert (Bad Kissingen) und Kreisbrandmeister Holger Ulrich (Maßbach).

Der Ursprung des Florianstages

In ihrer Begrüßungsrede gab Dekant ihrer Freude darüber Ausdruck, dass es nach zwei Jahren Abstinenz wieder einmal zum traditionellen Florianstag gekommen ist, bei dem alle drei Wehren vereint ihrem Schutzpatron gedenken. In ihrem Grußwort ging sie auch auf den Ursprung ein.

Begonnen hat der Florianstag in der Gemeinde Thundorf vor 41 Jahren, am 4. Mai 1981, auf Initiative vom Ehrenbürger, Ehrenkommandant und Zweitem Bürgermeister Willi Kehl aus Rothhausen. Seither treffen sich die Wehren abwechselnd jährlich in einem anderen Gemeindeteil.

Großartige Einsatzbereitschaft

Abgewechselt werden auch die Kirchen, in denen der Gottesdienst als wichtiger Bestandteil dieser Veranstaltung abgehalten wird. Dekant verwies darauf, dass die Gemeinde stets darauf bedacht sei, im Bereich des Machbaren die Feuerwehren zu unterstützen.

Das Bewusstsein für die großartige Einsatzbereitschaft müsse in der Öffentlichkeit wachgehalten werden. "Dieses Engagement kann gar nicht genug gewürdigt werden", so die Bürgermeisterin.

Stellv. Landrat Schlereth: Kameradschaftist ein wichtiger Bestandteil

Nach Dekan ergriff der stellvertretende Landrat Gotthard Schlereth das Wort. Er ging zunächst auf Veränderungen wegen der zweijährigen Pandemie ein und erklärte die Bedeutung des Florianstages. Nur wenn der Feuerwehrdienst von den Familien mitgetragen werde, sei der uneigennützige Dienst möglich.

Besonders die Kameradschaft sei dabei auch ein wichtiger Bestandteil. Schlereth dankte den Wehrleuten und der Kommune im Namen des Landkreises und ging auch kurz auf den schrecklichen Ukrainekrieg ein.

Stadtbrandinspektor Albert: "Die Mannschaft steht top da."

Stadtbrandinspektor Harald Albert äußerte sich überrascht über die zahlreichen weiblichen und männlichen Wehrleute, die am Forianstag teilgenommen haben. "Thundorf ist sicherlich keine Diaspora, die Mannschaft steht top da." Er überbrachte die Grüße der Kreisfeuerwehrspitze.

Ehrungen

Vier für 25 Jahre und sechs Feuerwehrdienstleistende für 40 Jahre aus allen drei Wehren erhielten im Anschluss aus der Hand vom stellvertretenden Landrat Schlereth, der Kreisfeuerwehrführung und den drei Kommandanten Benedikt Seufert (Thundorf), Dominik Rentsch (Theinfeld) und Dominik Englert (Rothhausen) die staatliche Feuerwehrehrung in Form von einem Ehrenzeichen und einer Urkunde.

Für 25 Jahre geehrt wurden Volker Mauer, Markus Terwart, Daniel Schäfner, Dominik Rentsch.

Für 40 Jahre Peter Englert, Andreas Schmitt, Gerhard Klopf, Klaus Schubert, Stephan Klopf.