Das Thema "Handläufe für die Treppengeländer" am Treppenaufgang zur Kirche und zum Schul- und Kirchhof ist endlich vom Tisch. Der Rannunger Gemeinderat vergab bei einer Gegenstimme die Arbeiten für 8622 Euro an eine Firma aus Eltingshausen. "Der Gemeinderat hat sich bereits mehrfach mit diesem Thema befasst und hat bereits mehrfach die noch fehlenden Handläufe an der Treppenanlage angemahnt", heißt es in der Sitzungsvorlage.

Mit der Einweihung dauert es noch

Wenn die Handläufe und dazu das Vordach am Rathaus montiert sind, dann ist der Gesamtkomplex mit dem Platz und der Treppenanlage so gut wie fertig. Allerdings fehlt dann noch immer das Jugendhaus, das in der nordöstlichen Ecke errichtet werden soll. "Solange das nicht steht, kann ich mir nicht vorstellen, dass wir den Platz einweihen", sagte Bürgermeister Fridolin Zehner (CSU) auf Anfrage dieser Redaktion.

Firmen sind schwer zu bekommen

Der Neubau des Tiefbehälters für die Wasserversorgung geht planmäßig voran. Zehner betonte in der Sitzung des Gemeinderates: "Wir liegen voll im Zeitplan." Er teilte mit, dass die Anlage im November dieses Jahres fertig sein solle. Dabei sei es offenbar gar nicht so einfach, Firmen für die Bauarbeiten zu bekommen, denn nur wenige hätten sich um die Arbeiten beworben. "Manche Firmen teilten immerhin mit, dass sie ausgelastet sind und zurzeit keine Aufträge annehmen können", so der Bürgermeister.

Für die Lieferung und Montage der hydraulischen Anlage der Wasserversorgung wurden neun Firmen angeschrieben, nur drei von ihnen gaben Angebote ab. Eine Firma aus Weidenberg bekam den Zuschlag für 144.000 Euro, das sind 3000 Euro weniger als die ursprüngliche Kostenberechnung. An 20 Firmen gingen die Vergabeunterlagen für die Putz- und Malerarbeiten. Sieben Angebote gingen ein. Das wirtschaftlichste Angebot gab eine Firma aus Rannungen für 16.387 Euro ab. Die Kostenberechnung lag mehr als doppelt so hoch, bei 34.000 Euro. 21 Firmen wurden wegen der Estrich- und Fliesenarbeiten angeschrieben. Nur ein einziges Unternehmen aus Salz zeigte Interesse und bekam den Zuschlag für 64.792 Euro. Die Kostenberechnung lag hier bei 40.000 Euro. Schließlich wurden auch Metallbauarbeiten vergeben. Angeschrieben wurden 16 Firmen, zwei gaben Angebote ab. Der Gemeinderat vergab die Arbeiten an eine Firma aus Thundorf für 47.089 Euro. Die Kostenberechnung lag bei 69.000 Euro.

Insgesamt wurden in der Sitzung des Gemeinderates für den Neubau des Tiefbehälters Arbeiten für 272.268 Euro vergeben. Eingeplant waren dafür 290.000 Euro. Rund 18.000 Euro wurden also gespart.

Zinsen und Gebühren steigen

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, den Zinssatz für die Berechnung der kalkulatorischen Zinsen für die kostenrechnenden Einrichtungen der Gemeinde auf drei Prozent festzulegen (bisher 3,25 Prozent). In Rannungen betrifft das den Friedhof, die Wasserversorgung, das Abwasser und in Zukunft auch die Mehrzweckhalle. Dieser Zinssatz hat Einfluss auf Berechnung der jeweiligen Gebühren, die die Bürger zu bezahlen haben.

Der Gemeinderat erteilte sein Einvernehmen für den Bau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in der Von-Münster-Straße und genehmigte einige kleinere Abweichungen von den Festsetzungen im Bebauungsplan "Gleichstadt".