Bereits seit 2015 ist die Renaturierung des Ransbaches ein Thema im Gemeinderat. 2017 wurde beschlossen, den Planungsauftrag der Renaturierung des Baches zu vergeben. An den Kosten der Maßnahmen beteiligen sich der Landkreis Bad Kissingen, das Wasserwirtschaftsamt und die Gemeinde Thundorf. Der Auftrag ging an die günstigste Firma Stolz aus Hammelburg zum Angebotspreis von 208 485,81 Euro.

Seit einigen Tagen laufen nun die Arbeiten für die naturnähere Gestaltung des Ransbaches und der Umsetzung des Entwicklungskonzeptes. Die Maßnahmen sind aus dem Gewässerentwicklungsplan zum Ransbach mit Loderbach und Weichtungen Ransbach entwickelt. Die geplanten und zur Förderung beantragten Maßnahmen zur naturnäheren Gestaltung verteilen sich auf mehrere Abschnitte, die da sind: Die "Pfingstwiese" -östlich von Theinfeld, "Bullenwiese" -zwischen Theinfeld und Thundorf, oberhalb der Einmündung des Loderbaches, Bereiche im Hochwasserrückhaltebecken, bei der Lindenallee am Feuerlöschweiher in Thundorf, im Gewerbegebiet "Vogtswiesen " und unterhalb der aufgelassenen Kläranlage.

Bachlauf begradigt

Für die Bevölkerung von Thundorf lassen sich die Arbeiten in Thundorf am besten bei der Lindenallee am nordöstlichen Ortsrand beim Wertstoffhof beobachten. Hier wurde der Bachlauf aus dem Bereich der Lindenallee nach Norden in den Bereich eines Quellgrabens in ein Doppeltrapezprofil verlegt und begradigt. Die natürliche Gewässerdynamik ist durch die Sohlbefestigung mit teilweise beschädigter Natursteinrollierung stark eingeschränkt. Der Abschnitt endet vor der - durch ein Gitter gesicherten - Verrohrung des früher frei durch Thundorf laufenden Ransbachs. Von Süden wird eine Grabenverrohrung in den Bach geführt.

Hier oberhalb Thundorfs besteht eine der wenigen Stellen, von denen aus der Ransbach von der Straße "Am Seedamm" über begehbare Böschungen erreicht und auch fühlbar erlebt werden kann. Es bietet sich daher an, dort eine naturnähere Gestaltung mit einem verbesserten Zugang und einer "Wassererlebnis-Stelle" zu verbinden.

Die durchgängige Sohlverbauung soll auf etwa 100 Meter Länge entfernt werden. Gegen eine Eintiefung sollen Sohlstützen beziehungsweise Sohlschwellen eingebunden werden. Der Bach wird wechselseitig aufgeweitet. Im Bereich eines Wasserzugangs über eine Naturstein-Blocksatztreppe wird das Bachbett auf drei Meter verbreitet und durch Muschelkalk-Blocksätze gefasst.

Oberhalb des Hochwasserrückhaltebeckens wird in den nicht von Gehölzen bestandenen Bereichen das Bachbett punktuell rechtsseitig mit schmaler Berme aufgeweitet. Hier soll auch die Bachsohle geringfügig verlagert beziehungsweise verbreitet werden. Unterhalb des Damms sind auf der rechten Uferseite Aufweitungen und Uferabflachungen geplant. Gegen die Eintiefung des begradigten Bachbetts sind fünf Stützungen aus Muschelkalk-Steinschüttungen und -Wasserbausteinen vorgesehen.