Beim Radfahren oder Spazierengehen kann es oft einmal dazu kommen, dass man plötzlich Hilfe benötigt. Ebenso zu Hause, bei der Arbeit oder Kinder beim Spielen. Was aber, wenn dann kein Handy dabei ist oder man nicht mehr die Kraft hat, jemanden anzurufen? Dazu gibt es nun beim Roten Kreuz ein mobiles Notruf- und Ortungssystem für jedermann. "Es kann wirklich jeder solch ein Gerät bekommen," sagen BRK Kreisgeschäftsführer Hubert Kießner und Petra Weber, Leiterin der Sozialarbeit im BRK Rhön-Grabfeld. Weil das neue Gerät klein und handlich ist, kann es eben auch für Kinder, ein, wie Weber sagt, "praktischer Alltagsbegleiter sein."

Ein Knopfdruck genügt und schon wird der Notruf an die vorprogrammierte Telefonnummer oder eine Notrufzentrale gesendet. Durch die integrierte Freisprecheinrichtung und dazu einer automatischen Rufannahme ist in jeder Situation eine schnelle und einfache Kommunikation möglich. In der heutigen technisierten Welt hilft da vor allem die GPS-Ortung, fügt Kreisgeschäftsführer Hubert Kießner an und erwähnt die schnelle und problemlose Lokalisierung der Person, die Hilfe benötigt. "Beispielsweise nach einem Sturz oder bei einem akuten Schlaganfall reicht das einmalige Betätigen der Notruf-Taste aus, um einen Hilferuf an die zuvor festgelegten Kontakte zu senden."

Damit ist das neue mobile Notrufsystem für die ganze Familie interessant, kann aber auch für ältere Menschen von Vorteil sein, da sie es als mobiles Hausnotrufsystem nutzen können. Bislang war es so, dass in der Wohnung der jeweiligen Personen ein Notrufsystem installiert ist, das die Möglichkeit bietet über einen kleinen Sender Hilfe herbei zu rufen. Dies war aber nur im Haus selbst möglich. "Nun kann man das kleine handliche Gerät einfach mitnehmen und überall im Ernstfall Hilfe anfordern." Petra Weber erwähnt in einem Gespräch, dass das neue Notruf- und Ortungssystem, das es beim BRK Rhön-Grabfeld in Bad Neustadt gibt, für Kinder, Freizeitaktive und Sportler ebenso geeignet ist wie für chronisch Erkrankte, ältere Menschen oder auch am Arbeitsplatz.

Insgesamt hat sich die Palette der Notrufsysteme in den vergangenen Jahren enorm erweitert. Vor 30 Jahren installierte das Rote Kreuz den Hausnotrufservice. Mittlerweile hat sich dies immer weiter verbessert. Dazu gehört auch eine Notruf-Uhr - eine ganz normale Armbanduhr, die aber ihre Besonderheiten hat: Mit einem Knopfdruck wird im Notfall eine direkte Sprachverbindung mit der BRK Service Zentrale hergestellt und alle notwendigen Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Der Kreisgeschäftsführer sagt dazu, dass persönliche Daten des Trägers einer Notruf Uhr zuvor beim BRK sicher gespeichert werden. Dazu gehören die Namen der Kontaktpersonen aber auch der Name des Hausarztes.

Dies alles wird bei einem Alarm sofort auf dem Bildschirm in der Zentrale angezeigt. "Heute ist man also auch im Alter mobiler aber mit unseren Notrufsystemen auch sicherer geworden," sagt Hubert Kießner. Wer mehr dazu wissen will erfährt Näheres unter 09771-6123-0. Im Rahmen des Pressegespräch stellte der Kreisgeschäftsführer mit Nicole Herbart aber auch eine neue Mitarbeiterin im Bereich "Sozialarbeit" vor. Sie kommt aus Sondheim/Rhön und unterstützt die Leiterin der Sozialarbeit, Petra Weber.