Rund 800 Bewohner von Altenheimen und Senioreneinrichtungen, sowie dem jeweiligen Personal wurde in den vergangenen Tagen der Impfstoff der Firma BioNTech gegen Covid 19 verabreicht, wobei sich nicht jeder hatte impfen lassen. Das teilt Projektmanagerin Julia Weber von der Stabstelle Kreisentwicklung auf Anfrage mit.

In einer Stunde können bis zu zehn Menschen geimpft werden. Nachdem aufgrund des bayernweiten Impfstoffmangels, die nächste Lieferung des Impfstoffs erst zum Wochenende möglich ist, sind dann die restlichen Alten- und Seniorenheime an der Reihe, ebenso die mobilen Pflege- und Behinderteneinrichtungen.

Außerdem bekommt auch das Rhönklinikum Campus Impfdosen zur Verfügung gestellt. Ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger aus dem Landkreis erhalten zu einem späteren Zeitpunkt eine schriftliche Information für einen Impftermin zugesandt.

976 Impfdosen

Zur Impfstoff-Lieferung sagt Julia Weber, dass dies super funktioniert und man auf Anfrage auch die benötigten Impfdosen, das sind 976 pro Lieferung, bekommt. Der Impfstoff wird entsprechend Verteilungsschlüssel angeliefert. Die Menge berechnet sich entsprechend der Einwohnerzahl. Da es bislang nur den Impfstoff von BioNTech auf dem Markt gibt, kommt es aktuell bayernweit zu einer Verzögerung, so dass erst ab dem Wochenende die Impfteams in Rhön-Grabfeld wieder unterwegs sind. Für die Alten- und Seniorenheime gelten übrigens, trotz Impfung der Bewohner und des Personals, die gültigen Verordnungen und Hygieneschutzmaßnahmen. Darüber hinaus gehende Einschränkungen entscheiden die Einrichtungen selbst.

Noch keine Termine

Die zweite Impfung steht 21 Tage nach der ersten Verabreichung des Impfstoffs an. Dies erfolgt im gleichen Rhythmus wie in den vergangene Tagen. Also nach dem BRK Alten- und Pflegeheim kommen Seniorenhaus im Klostergarten Curata in Bad Königshofen, Franziska-Streitel-Altenheim und im Seniorenheim St. Niklas in Mellrichstadt, Bischofsheim, Julius- und Elisabethaspital Bad Königshofen und das Villsche Stiftung Alten- und Pflegeheim in Bad Neustadt an die Reihe.

Zum Impfzentrum in Bad Neustadt hieß es im Krisenstab, der sich am Montagnachmittag getroffen hat, dass aufgrund des bayernweites Impfstoffmanngels noch keine Termine festgelegt werden können.

Die Bevölkerung werde ab der kommenden Woche darüber informiert, wann es Termine gibt und ab wann man sich registrieren lassen kann. Sukzessive geimpft wird auch das Impfteam. Wenn am Ende des Tages aus einer angebrochenen Packung noch Impfdosen übrig bleiben, werden damit die Mitarbeiter geimpft. Der Grund: Der Impfstoff muss nach zwei Stunden gespritzt werden. "Es wird aber kein neues Vial dafür geöffnet", sagt Julia Weber.

Angesprochen auf die nach wie vor ansteigenden Inzidenzzahlen sagt die Projektmanagerin, dass aktuell die Verordnungen bleiben, erst ab 300 würden dann verschärfte Maßnahmen greifen.

Weitere Parkplätze freigegeben

Von einem Chaos in der Rhön, im Bereich der Ski, Rodel- und Wanderwege könne man nicht sprechen, sagt Landrat Thomas Habermann. Die Leute würden sich an die Regeln halten, so dass alles gesittet abläuft. Der Landkreis Rhön-Grabfeld hat deshalb die Parkplätze in der Rhön geräumt und weitere frei gegeben, die bislang durch große Steine versperrt waren. Damit kommen die Autos von der Straße.

"Was wollen wir machen?", sagt Julia Weber. Festgestellt hat sie selbst, dass sich die Rhön-Grabfelder eigentlich an die Regeln halten und nicht in großen Scharen in die Rhön kommen. "Das kann man ja auch verstehen, vor allem wenn man Kinder hat oder einfach mal spazieren gehen will." Es sind vor allen die Gäste aus den Bereichen Schweinfurt, Fulda und unter anderem aus Würzburg. Im Landratsamt hoff man, dass sich nach den Feiertagen dies alles normalisiert.