Der 32-jährige Mann wurde sofort von seinen Aufgaben entbunden. Er wurde von der Polizei vernommen und hat bislang keine Angaben zur Sache gemacht. Die Eltern des mutmaßlichen Opfers hatten sich am vorletzten Wochenende bei der Polizei gemeldet, sagte der Bad Kissinger BRK-Geschäftsführer Thomas Stadler. Gleich am Montag darauf hatte sich die Kriminalpolizei Schweinfurt mit ihm in Verbindung gesetzt.

Der 32-Jährige soll während eines Ausflugs als Betreuer einen 13-jährigen Buben unsittlich berührt haben. In der Wohnung des Tatverdächtigen soll es wenig später zu einem weiteren Vorfall mit einem 13-Jährigen gekommen sein. Die Polizei ermittelt darüber hinaus noch in zwei weiteren Fällen.

Der Mann wurde vom Roten Kreuz sofort vom Dienst suspendiert, jeder weitere Kontakt mit Kindern und Jugendlichen wurde ihm untersagt, wie BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk in München erklärte. Mit Bestürzung und Betroffenheit habe man von dem Verdacht gehört. Auch Thomas Stadler betonte, dass es zuvor keinerlei entsprechende Hinweise gegeben habe. Der Anruf der Kripo sei aus heiterem Himmel gekommen.

Mit den Vorwürfen will das Rote Kreuz offen umgehen. Dass man sich erst eine Woche, nachdem der Verdacht aufgekommen war, an die Öffentlichkeit gewandt hat, sei in Abstimmung mit der Kriminalpolizei geschehen, die sozusagen Herr des Verfahrens ist und das weitere Vorgehen vorgibt, erklärte Thomas Stadler. Der Kreisverband stehe im Kontakt mit den betroffenen Jugendlichen und deren Familien und habe seine Hilfe angeboten. Falls sich weitere Opfer melden möchten, wurde für sie eine Hotline eingerichtet. Die Nummer wird auf Nachfrage vom Kreisverband Bad Kissingen herausgegeben.