Trotz Corona-Pandemie hatte die Bergwacht Rhön-Spessart zahlreiche Einsätze. Trotz Corona-Pandemie verzeichnete man 188 Einsätze, acht mehr als im Vorjahr. Darauf verwies Regionalleiter Steffen Koberstein bei der Jahresversammlung. Pandemiebedingt konnten nur stimmberechtigte Mitglieder in die Elstalhalle nach Oberelsbach eingeladen werden.

Für Waldemar Hohm, Leiter Notfallmedizin und Chefarzt der Bergwacht Rhön-Spessart gab es eine besondere Auszeichnung. Für seine langjährige Arbeit im Ressort Notfallmedizin in der Region und auf Landesebene erhielt er das Leistungsabzeichen der Bergwacht in Bronze. "Er hat die Qualität der Notfallmedizin in unserer Region maßgeblich gesteigert", lobte der Regionalleiter Steffen Koberstein. Waldemar Hohm gab dieses Lob zurück an das Team rund um die Notfallmedizin. Alleine habe er die vielfältigen Leistungen nicht erbringen können. "Das alles wurde von vielen Bergwachtlern geschultert."

Wahlen

Bei der Jahresversammlung standen im Turnus von vier Jahren auch wieder Wahlen an. Wiedergewählt wurde in der Bergwacht Region Rhön-Spessart per Akklamation Steffen Koberstein als Regionalleiter. Sein Stellvertreter ist Daniel Haßmüller. Da sich für Michael Szuskiewicz als 2. Stellvertreter kein Nachfolger fand, entschied man sich in der kommenden Periode keinen zweiten Stellvertreter zu wählen.

Eine Änderung gab es bei den gewählten Revisoren der Bergwacht Region. Der bisherige Revisor Christian Müller stand nicht mehr zur Verfügung. An seine Stelle trat Michael Szuskiewicz. Albert Back wurde erneut zum Revisor gewählt.

Die Ressorts in der Region werden durch Markus Mathes in der Notfallmedizin geleitet. Er tritt die Nachfolge von Waldemar Hohm an. Der Bereich Naturschutz bleibt bei Manfred Kaiser, die Ausbildung leitet Pierre Martin. Regionalleiter Steffen Koberstein dankte bei seinem Jahresbericht im Anschluss seinem Team und bat um Unterstützung, wie in den vergangenen vier Jahren.

Weniger Mitglieder

Da sich die Bergrettungswache Waldberg zum 31. Dezember vergangenen Jahres aufgelöst hat, gab es einen Mitgliederschwund von 17 Bergwachtlern. Erfreulich sei der Wechsel von zwei Mitgliedern zur Bergwacht Bischofsheim.

Aktuell hat die Bergwacht Rhön-Spessart zwei Jugendliche, sowie 62 Anwärter und insgesamt 210 Mitglieder. Informationen gab es bei der Jahresversammlung auch zum Thema Covid 19. Der Regionalgeschäftsführer wies die Teilnehmer der Veranstaltung in Hygiene-, Abstandsregeln und Maskenpflicht ein.

34 Einsätze hatte die Bergwacht Hösbach, Bischofsheim 22, Oberbach 22, Oberelsbach elf, Frammersbach 87 und Miltenberg zwölf. Die Bergwacht Hösbach verfügt über 41 Mitglieder, Bischofsheim 36, Fladungen 16, Oberbach 45, Oberelsbach 27, Frammersbach 21 und Miltenberg 24.

Elf Hubschraubereinsätze

Es gab insgesamt elf Hubschraubereinsätze. Bei 29 Einsätzen war ein Arzt mit dabei, vier Einsätze wurden als "Einsatz mit besonderer Gefahr" eingestuft. 70 Mal wurde eine Erstversorgung vorgenommen und es gab unter anderem 28 Sucheinsätze.

Achtmal wurde man zu einem Arbeitsunfall alarmiert, viermal zu einem Unfall mit Gleitschirm, 23 Mal zu einem Mountainbikeunfall. Hinzu kamen 20 Wanderunfälle.

"In Corona-Zeiten ist alles anders und auf dem Kopf gestellt", sagte der Regionalleiter. So auch die Revisionsprüfung. Die Prüfung fand durch den Revisor Christian Müller in der Geschäftsstelle statt. Revisor Albert Back hatte die Unterlagen zu Hause durchgesehen und geprüft. Er und Matthias Peiffer, Leiter der Geschäftsstelle Region Rhön und Spessart, standen für Fragen zur Verfügung. Es gab keinerlei Beanstandungen.

"Die vorgelegten Belege waren übersichtlich und zeitlich zutreffend geordnet." Damit konnte die Regionalleitung und Matthias Peiffer als Verantwortlicher für Finanzen entlastet werden.