Als vollen Erfolg kann der TSV Ebenhausen seine erste Showtanz-Nacht verbuchen. 16 Gruppen, Garden Männerballette und Kindertanzgruppen sorgten mit phantasievollen Kostümen, gekonnten Tänzen und Akrobatik zu mitreißenden Rhythmen für ausgelassene Stimmung, darunter auch die Initiatoren des Abends, die Tanzformation "Just Dance".
Es war, als habe sich der Name der Ebenhäuser Tänzerinnen und des Tänzers als Motto durch den ganzen Abend gezogen - "just dance" - "einfach (nur) tanzen". Im Vorfeld waren die Organisatoren ein bisschen aufgeregt: "Das war schließlich die erste Veranstaltung dieser Art, die wir nicht nur selbst organisiert haben, sondern auch selbst ausrichten. Aber wir wollten es einfach einmal ausprobieren", sagte Anika Brand, die gemeinsam mit Sabrina Dees und Marina Schneidmadel "Just Dance" trainiert: "Schön, dass uns da der Verein, aber auch viele Sponsoren unterstützt haben."


Super-Ideee

Sebastian Dees, Vorsitzender des TSV Ebenhausen, hatte sich der Idee der Tanzgruppe gegenüber offen gezeigt: "Ich fand die Idee super. So etwas gab es in unserem Verein noch nicht. Außerdem fand ich es bemerkenswert, dass die Gruppe, die erst seit einem guten Jahr in unserem Verein ist, so etwas selbst auf die Beine stellt." Die Showtanzgruppe repräsentiere sich vorbildlich.
Das Konzept ging auf. "Zunächst haben sich Gruppen nur zögerlich angemeldet - der Anmeldeschluss war Anfang Januar. Aber zum Schluss hin war die Nachfrage nach Karten sogar größer, als wir bedienen konnten", bemerkt Mitorganisatorin Sabrina Dees. "Außerdem gibt es für solche Showtänzer außer Fasching fast keine Möglichkeit, sich zu präsentieren. Und jetzt kann man sich auch einmal in Ruhe auf seinen Auftritt vorbereiten, anderen zuschauen, da man oft an Fasching nur von Auftritt zu Auftritt hetzt", weiß Anika Brand aus eigener Erfahrung.


Männer mit Taktgefühl

Das wussten auch die Gastgruppen zu schätzen, die hauptsächlich aus den Landkreisen Schweinfurt, Bad Kissingen oder Rhön-Grabfeld angereist waren. Zwei Gruppen kamen sogar aus dem mittelfränkischen Wendelstein. Eine nur kurze Anreise hatte dagegen die Tanzgarde des SV Ramsthal, aber für die Gruppe war klar: "Wir haben schnell zugesagt, damit wir noch einmal einen Auftritt haben", so einer der Mittänzer, Sebastian Greubel. Überhaupt waren bei der Showtanz-Nacht erstaunlich viele Männer dabei - als Männerballett-Gruppierungen, aber auch in den Garden. Sie standen dem weiblichen Geschlecht in Sachen Taktgefühl und Akrobatik in Nichts nach.
Einen gelungenen Auftakt bildeten zwei Nachwuchsgarden vom FCSH Ebenhausen - einmal phantasievoll als Zähne verkleidet und dann in Form der Kindergarde, die farbenprächtig "Alice im Wunderland" darstellte. Die Mädels der Strahlsbacher Garde jagten als grüne, irische Kobolde den sagenhaften Goldschatz am Ende des Regenbogens. Kämpfende Kriegerinnen stellte die Elferratsgarde Münnerstadt, knallbunt präsentierte sich die "Schabeder Handousa Schwebenried" als "Süße Versuchung", passend zu Udo Jürgens Refrain "Aber bitte mit Sahne".
Im Matrosen-Outfit tanzte das Haarder Männerballett, und der SV Ramsthal nahm die Zuschauer mit auf eine Zeitreise durch die Musik. Zünftige "Hütten-Gaudi" hatten die Showtanzgruppe aus Üchtelhausen mitgebracht. Der FG Grün-Weiß aus Wendelstein tanzte gleich mit zwei Gruppen - einmal als "Candys", dann ganz bizarr als "Clowns" in einer Zirkusreifen Show.


Quiklebendig

Die "Riedn Rockets" vom SV Riedenberg punkteten als Polizistinnen. Die "Dixie Chicks", das Hohenrother Männerballett, begeisterten als Stewardessen, die dann auch noch als Baywatch-Schwimmer humorige Einlagen brachten. Quicklebendig entführte der "Fuschter" Faschingsclub in den Wilden Westen.
Gruselig wurde es mit "Zombies" aus Oberlauringen, die auch noch ein Männerballett stellten, das "um die Welt gflog". In den Dschungel Afrikas entführten die Gastgeber "Just Dance" vom TSV Ebenhausen das Publikum auf eine nicht ganz freiwillige Safari.
Der Funke sprang über. Die Formationen glänzten nicht nur durch tänzerische Leistungen zu passender Choreographie und Musik in phantasievollen Kostümen. Hebefiguren und Akrobatik-Einlagen ließen den Tanzsport zu einem wahren Augenschmaus werden. Geschichten wurden tanzend erzählt und das Geschehen in teils aufwändige Bühnenbilder gehüllt. Die Gruppen applaudierten sich untereinander und quittierten besondere Leistungen lautstark mit Beifall oder Standing Ovations. Die Übergänge zwischen den Programmpunkten füllten die Moderatorinnen Melanie Schulz und Mona Kaiser gekonnt gefüllt.