Sind die Verzapfungen im Turm der St. Martin Kirche in Eltingshausen noch in Schuss? Die Kirchenverwaltung will das prüfen lassen. Die Gemeinde, die die Rechnung dafür bezahlen wird, will jetzt Fachleute einen Blick auf das historische Gebälk werfen lassen.

Am Kamin des Pfarrheims lässt der Wind die Schiefer-Schindeln klappern. Gegenüber am Kirchturm bröckelt neben der Uhr der helle Putz zwischen den Fachwerkbalken. Tauben haben es sich gemütlich gemacht. "1666" war mal über dem Torbogen eingemeiselt, der Zugang zur ehemaligen Sakristei. Helmut Körner streicht vorsichtig über das, was von der Verzierung übrig ist. "Diese Kulturschätze sollte man bewahren", lautet sein Appell. Er ist Kirchenpfleger und beobachtet eher das Gegenteil: "Man findet sich mit dem Verfall ab." Jammern wolle er aber nicht, meint er. Das betont er immer wieder. Auch weil er bald vielleicht eine Sorge weniger hat: Das Gebälk im Kirchturm soll kontrolliert werden.

Mit seiner Taschenlampe leuchtet Helmut Körner über seinen Kopf. Ein Labyrinth aus Holzbalken. "Eine Verzapfung hat sich gelöst", sagt er und knipst die Lampe wieder aus. Er ist besorgt, formuliert aber gleichzeitig eine Entwarnung: "Einsturzgefährdet ist der Turm nicht." Aber man müsse sich eben darum kümmern - bevor der Schaden sich verschlimmert, meint er. Die Herausforderung: "Das ganze Gebäude steht unter Denkmalschutz."