Nach dem Rückzug der Kissinger Wölfe aus dem Eishockey-Spielbetrieb rücken im Streit um die Eissporthalle Stadt und Stadträte in den Fokus. Nachfragen bei den Vorsitzenden der Fraktionen ergeben: Keiner weiß so richtig, was im 2017 geschlossenen Kaufvertrag mit dem heutigen Besitzer steht - besonders, was einen möglichen Rückkauf angeht. Dafür glauben alle, dass es noch nicht zu spät ist, die Halle wieder geöffnet zu bekommen.

Alexander Koller (Demokratische Bürger Kissingen) hat es im Stadtrat gehört. Und auch Steffen Hörtler (CSU) hat es sich so vermerkt: Wenn der ukrainische Besitzer ein Jahr lang kein Eis in der Eishalle macht, dann soll die Stadt ein Rückkaufsrecht für die Immobilie besitzen.

Definitiv wissen tun es die Fraktionschefs nicht. Beide begleiteten den Verkaufsprozess vor zwei Jahren im Stadtrat zwar mit; detaillierten Einblick in die Verträge erhielten sie bis heute nicht. "Wir haben zwar zur Bedingung gestellt, dass der Sportbetrieb, das Eislaufen und die Vereinsgaststätte des FC 06 drin sein müssen. Einzelne Klauseln haben wir im Stadtrat aber nicht gesehen", sagt Koller. Und Hörtler ergänzt, dass er gern wissen würde, "wie lange der Besitzer es sich leisten kann, die Halle ohne rechtliche Konsequenzen zuzulassen".