Die örtliche Versorgung mit frischen, regionalen,biologischen und saisonalen Produkten wird immer schwieriger. Umso mehr weiß man solche Initiativen, wie den "Bio-Gemüse-Korb" zu schätzen, schreibt die Allianz Kissinger Bogen in einer Pressemitteilung.

Den Korb bekommen Einwohner aus dem Allianzgebiet entweder nach Hause geliefert, oder man holt ihn eben um die "Ecke" ab: in Oberthulba bei Egid Gärtner, Blumen- & Kranzbinderei, in Burkardroth bei Silvia Metz, in Wollbach am Schubertsgarten 6 und in Nüdlingen im neu eröffneten Hofladen "Projekt Direkt".

Überraschung im Korb

Das spannende dabei ist, man weiß nicht, was man bekommt. So ist die Kreativität für die Zubereitung einer leckeren Mahlzeit verlangt. Doch in Zeiten des Internets ist das Rezept für das passende Gericht schnell gefunden. Alle zwei Wochen hat man die Möglichkeit, an die frischen Gemüse zu kommen. Ergänzend dazu gibt es alle 28 Tage Gelegenheit, Bio-Kartoffeln vom Hof Hümpfer aus Großenbrach oder Äpfel aus Schmitts Obstgarten aus Reichenbach zu buchen.

Bestellt ist schnell, doch dahinter steckt viel Arbeit, wie dies aus einem Gespräch mit den ehrenamtlich Verantwortlichen Kathrin Wehner, Margot Schottdorf und Edgar Thomas hervorgeht. Die Ware muss frisch abgeholt und noch am selben Tag ausgeliefert werden, damit es an Frische nicht einbüßt. Die Qualität der einzelnen Körbe muss geprüft werden und geschaut, dass jede Bestellung, die eingegangen ist, auch ausgeliefert wurde. Mittlerweile ist die Zahl der Bestellungen auf 160 gestiegen. Diese große Anzahl konnte der Naturlandhof Pfülb aus Fuchsstadt, auch wenn der Inhaber dies gerne erfüllt hätte, nicht mehr ausliefern. Im Moment kommt das Gemüse vom Naturlandbetrieb Tietze aus Sennfeld, denn die örtlichen Bio-Gemüse-Anbauer oder Vertreiber im Allianzgebiet sind rar. Der ursprünglich genannten Internetseite "www.soschmecktdierhoen.de" kann aus diesem Grund nicht mehr Rechnung getragen werden, weil Sennfeld nicht mehr in der Rhön liegt. Bestellen kann man auf diese Website jedoch schon noch. Vielleicht ein Ansatz für die Zukunft unserer Landwirte, mehr Gemüse anzubauen?, heißt es weiter von der Allianz Kissinger Bogen.

Große Resonanz

Einen großen Bedarf gäbe es, so die Verantwortlichen. Einerseits ist das Bewusstsein für Bio, Frische, Regionalität und Saisonalität bei den Bevölkerungsgruppen auf Allianzebene vorhanden. Das zeigt sich in Gesprächen und im positiven Feedback, so wie Margot Schottdorf, Gemeinderätin aus Oberhulba berichtet: "Ich arbeite bei der Gärtnerei Egid Gärtner, wo die Gemüsekisten in Oberthulba abgeholt werden und war von der großen Resonanz bei uns im Markt Oberthulba angenehm überrascht." Um noch mehr über die Kundenzufriedenheit zu erfahren, wird demnächst eine Umfrage gestartet.

Die Testphase läuft noch bis Ende Dezember 2018. Denkbare Ansätze wären jetzt schon, die Logistik und die Produktpalette weiter auszubauen und zu verfestigen sowie örtliche Landwirte und Ehrenamtliche für das Projekt zu gewinnen.

Auch wenn es keine direkte Initiative des Vereins ist, so sei die Allianz Kissinger Bogen e. V. sehr bemüht, diese sinnvolle Idee fachlich und zeitlich zu unterstützen und weiterzuentwickeln, schließt die Pressemitteilung. Mehr über die weiteren Vereinsprojekte gibt es auf der Internetseite der Allianz www.kissinger-bogen.de.