Hospizverein Bad Kissingen zeigt zum Abschluss des Jubiläumsjahres einen Film
Autor: Redaktion
Bad Kissingen, Montag, 25. November 2019
Die Filmemacherin Veronika Kaserer, Produzentin, Regisseurin und Kamerafrau in einer Person, beschreibt mit unkonventioneller Montage und vielen Überraschungsmomenten die letzten Wochen und Tage des an Krebs erkrankten 29-jährigen Berliner Tanzlehrers Heiko, seiner Familie und seiner Freunde.
Eine lange Besucherschlange an der Kasse des Universum Kinopalastes deutete darauf hin, dass ein besonderer Film gezeigt wird. Der Dokumentarfilm "Überall wo wir sind...", der 2018 bei der Berlinale als bester Film in dieser Kategorie ausgezeichnet wurde, war der Abschluss einer Veranstaltungsreihe des Hospizvereins Bad Kissingen anlässlich seines 25 jährigen Jubiläums.
Es geht in dem Film über Sterben, Tod und Trauer, aber am Ende steht auch die Botschaft: Das Leben ist lebenswert, so kurz es auch sein mag. Mit einer erklärenden Einführung des Vorsitzenden Dr. Reinhard Höhn, wurden die Besucher über die Entstehungsgeschichte des Films in das Thema eingeführt. Die Filmemacherin Veronika Kaserer, Produzentin, Regisseurin und Kamerafrau in einer Person, beschreibt mit unkonventioneller Montage und vielen Überraschungsmomenten die letzten Wochen und Tage des an Krebs erkrankten 29-jährigen Berliner Tanzlehrers Heiko, seiner Familie und seiner Freunde.
Es ist ein Film, der würde- und pietätvoll, intensiv und zutiefst menschlich ist. Er hat mit der Klarheit und Ehrlichkeit der Protagonisten die rund 90 Besucher in seinen Bann gezogen, berührt und nachdenklich gemacht.
Die Jubiläums-Veranstaltungen des Bad Kissinger Hospizvereins hätten mit ihren unterschiedlichen Facetten - Kabarett, Buchlesungen, Film und Ausstellungen - viele Menschen erreichen können und somit dem Thema Tod und Sterben erneut einen öffentlichen Raum und Platz gegeben, heißt es in einer Pressemitteilung. Menschen für die Thematik, die im gesellschaftlichen Bereich oft ausgelagert ist, zu sensibilisieren, Akzeptanz und Verständnis zu schaffen, und somit ein stückweit zu erreichen, dass angstfreier und damit auch menschlicher miteinander umgegangen wird, sei eines der großen Anliegen des Hospizvereines.