Groß war das Bürgerinteresse. Das bewies die ungewohnt hohe Präsenz von rund 30 Zuhörern. Vor allem die Anwohner des Baugebietes "Am Häg" aus dem Ortsteil Wartmannsroth waren vor Ort. In der vergangenen Sitzung hatten die Räte ein gemeindeeigenes Grundstück zu den Füßen des Häg im Fokus.

Diese im Geländezwickel von Hauptstraße und Am Häg liegende Fläche befindet sich gegenüber der angemieteten Maschinenhalle, in der der Gemeindetraktor und das Maschinenzubehör untergebracht sind. "Es gab Anrufe besorgter Anwohner, die Lärm befürchten", sagte Bürgermeister Jürgen Karle. Auf den Bauhöfen gebe es grundsätzlich kaum Lärm, so Karle. Dort sei lediglich die Unterbringung von Fahrzeugen und Geräten vorgesehen, wie es in anderen Dörfern problemlos gehandhabt werde, nannte Karle das Beispiel Gössenheim.

Beim Projekt Bauhof sollte kein Geld durch Grundstücksankäufe verschwendet werden, waren sich die Räte einig. Deshalb konzentrierte sich die Suche auf jene Flächen, die schon im Besitz der Gemeinde Wartmannsroth sind und eine wenigstens einigermaßen zentrale Lage haben. Beim Schwärzelbacher Gewerbegebiet Limpelbach sei dies der Fall, signalisierten Christian Kohlhepp und Marcus Scholz. "Außerdem gibt es dort auf einer rund 3000 Quadratmeter großen Baufläche mehr Gestaltungs- und Erweiterungsmöglichkeit als in Wartmannsroth", so Joachim Lutz.

Zweites Salzsilo möglich

Es handelt sich um jene freie Fläche zwischen Holzlagerhalle und Schwärzelbacher Friedhof. Dort werde eine Maschinenhalle neu errichtet. "Freilich werden auch ein Aufenthaltsraum und eine Sanitäranlage eingeplant", deutete Karle an. Die im Bereich Wartmannsroth bestehenden Silos würden bleiben. Höchstens ein zweites Salzsilo könnte eines Tages in Limpelbach hinzu kommen, ergänzte Karle. Auch könne er sich eine zweite Zufahrt in Richtung Friedhofstraße denken. "Die Bürger haben uns Räte gewählt, und wir wollen sie nicht gegen uns haben", begrüßte Astrid Mützel mit Blick auf die Zaungäste die Limpelbach-Lösung. Wann es mit dem Neubau losgehen soll, steht noch nicht fest. Weder Vorplanung noch Kostenschätzung liegen auf dem Tisch. Jetzt gab es lediglich die Absichtsentscheidung des Gemeinderates.