FuchsstadtMax will in die Jugendfeuerwehr, "weil es bestimmt Spaß macht", ist er überzeugt, wobei er das Spritzen im Auge hat. Die Freiwillige Feuerwehr wirbt derzeit für eine Kindergruppe, um sich möglichst bald den Nachwuchs für ihre Jugendwehr zu sichern. "Die Jüngsten sollen die wichtigen Bereiche erlernen, damit sie später, als Feuerwehranwärter, Feuerwehrmann oder -frau, wissen, was in welchen Situationen zu tun ist", betont Kommandant Peter Stöth.
In einer gut besuchten Informationsstunde, zu der auch zahlreiche Eltern erschienen, erklärte Stöth mittels einer PowerPoint-Präsentation, welche Gefahren diese freiwillige Aufgabe birgt, aber auch wie sie sich auf die Erziehung und die Lebenseinstellung eines Kindes auswirkt. Spielerische Vorbereitung auf den Jugenddienst, die Erziehung zur Nächstenhilfe und zur Teamfähigkeit, der Erwerb sozialer Kompetenzen - wie der Einsatz für Toleranz und Vielfalt - sind ebenfalls gewollte Ziele.


Vom Vater gelernt

Um diese zu erreichen, bedarf es einer Reihe von Kriterien wie Spiele und Sport, kreatives Gestalten, Informationsveranstaltungen - zum Beispiel der Besuch anderer Wehren - der Brandschutz-, Verkehrs- und Gesundheitserziehung und des Umweltschutzes. Ein Maßnahmenpaket, das in der Freizeit erlernt sein will. "Ich habe keine Angst vor dem Feuer. Man muss nur aufpassen und wissen, wie man damit umgeht", meint der zehnjährige Max, der wohl von seinem Vater, einem Feuerwehrmann, gelernt hat.
"Der Umgang mit der Spritze gehört natürlich auch zur Ausbildung, aber auch das Basteln, Malen und das Sozialverhalten im Gruppentraining", unterstreicht der Kommandant, der Übungsstunden einmal im Monat am Samstagvormittag ab 10.30 Uhr anbieten will. Die Tage könnten aus wichtigem Anlass auch einmal wechseln.
Die erste Übungsstunde findet am Samstag, 20. Mai mit dem Betreuerteam Julian Keller, Stefanie Hofmann und Brigitte Gunderlach statt. Jedes Kind muss aus versicherungstechnischen Gründen Mitglied im Feuerwehrverein sein. Ansonsten sind Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre beitragsfrei.
Peter Stöth ist guter Dinge. Über ein Dutzend Mitgliedsanträge sind in der Informationsstunde eingegangen. "Kinder, die ohne ihre Eltern anwesend waren, nahmen die Anträge mit nach Hause, denn die Erziehungsberechtigten müssen ihr Einverständnis geben und unterschreiben. Insgesamt 20 Anträge dürften es wohl werden", vermutet er und fügt hinzu: "Selbst wenn nicht alle bleiben, ist das ein solider Grundstock für unsere Nachwuchsarbeit."