Pikante Details aus Machtilshausen
Autor: Redaktion
Machtilshausen, Dienstag, 30. Januar 2018
Ausgelassene Stimmung herrschte beim Faschingstanz des Musik- und Sportvereins in Machtilshausen.
Bunt maskierte Narren füllten den Saal des Machtilshäuser Sportheims, als Martin Schmelz sie auf das herzlichste als Bauarbeiter von der Gemeinde begrüßte und wieder ein paar pikante Details aus dem Gemeindeleben ausplauderte. So erzählte er zum Beispiel von der neuen Feuertreppe vor der Johannes-Petri-Schule in Langendorf, die wie ein Käfig für Lehrer aussehe, die nicht brav gewesen waren. Und von der Turnhalle, die jetzt endlich fertig ist, weil sie dringend für das Frühlingskonzert des Musikvereins benötigt werde. Und dass die neu errichtete Bushaltestelle in Machtilshausen, die direkt an der Hauptstraße aufgebaut wurde, dort für die Schüler doch viel gefährlicher sei, als die größere Haltestelle am Dorfplatz.
Martin Schmelz berichtete von den " wille Seu", die am helllichten Tag durch den Ort marschierten, so als ob sie nicht wüssten, dass es hier sogar zwei Jagdreviere gibt und dementsprechend viele Jäger. Martin Schmelz erzählte, dass sich der euerwehr-Kommandant zwei Schafböcke gekauft habe, die sich dann aber als so wild heraus stellten, dass sie ihn selbst angegriffen haben und er beide zu Wurst verarbeiten ließ. Die Machtilshäuser Pizzeria wolle wegen der Erderwärmung und des ausbleibenden Winters die Pizza "Vier-Jahreszeiten" von der Speisenkarte streichen und stattdessen die Pizza Drei-Jahreszeiten anbieten. Und er erzählte vom schweißtreibendenFang von Jutta Schlereths Bio-Gänsen.
Schließlich wurde auch das Dorfgeschehen von Steffi Huf, Gertrud Kramer, Katja Maschmeyer, Jutta Schlereth und Julia Werner gekonnt in Szene gesetzt und durch den Kakao gezogen. Die fünf Frauen hatten sich im Datum geirrt und deshalb kurzerhand die Generalprobe zu ihrem Auftritt genutzt, wie sie behaupteten. Sie erzählten von einsamen Zwei-Mann Partys an der Wendeplatte, von einem Blitzeinschlag in ein Auto bei einem Kissinger-Hütten Besuch, wodurch die gesamte Elektronik verwirrt war und das gute Auto einen Totalschaden hatte oder von der Muttergottes-Statue die bei Prozessionen nicht mehr umständlich wie früher mitgetragen wird, sondern dank eines findigen Tüftlers jetzt auf einem Rollgefährt mitgeschoben wird.
Ein weiterer Höhepunkt war der Vortag von Ursula Mützel als "Siziliana Saglimbene", der schwarzhaarigen, feurigen, arbeitsuchenden, italienische Schwester der Machtilshäuser Pizzeria-Wirtin Gabriela Saglimbene. Sie sagte, in gereimten Versen, was ihr in Germania alles gefällt, und über was sie sich hier bei uns sehr wundert.
Der tänzerische Höhepunkt war zweifellos der Auftritt der heimischen Showtanzgruppe "Girls United". Sie machten im Sportheim einen außerplanmäßigen Stopp auf ihrer Welt-Tournee, die sie am nächsten Tag nach Trimberg führte. Sie entführten mit einer poetisch beginnenden Show die Zuschauer in die Welt des Zirkus, mit Zauberern, Löwendompteuren, und Feuerkünstlern. Mit ihren Kostümen und akrobatischen Tanzschritten zu fetziger Musik verzauberten sie den ganzen Saal, den sie nicht ohne ihre Zugabe verlassen durften, bei diesem Heimspiel in Machtilshausen.
Zwischen den Auftritten konnten die Narren ihre Tanzbeine schwingen und ihre Hüftprotesen auf ihre Funktionstüchtigkeit prüfen, bei bester Musik von Peter Roth aus Bad Kissingen und seinem Azubi an der Gitarre. Martin Schmelz
Für Girls United tanzten
Maurice Fink, Laura Kock, Ann-Kathrin Nöth, Larissa Peter, Andreas Schmidt, Sabrina Schnabel, Katrin Simon, David Vierheilig und Sophia Zier.
Die Trainerinnen: Luisa Krimmel, Ann-Kathrin Nöth und Katrin Simon.