In Verbindung mit dem Herbstmarkt fand in Oberthulba die Zweite Auflage zum Allianztag statt. "Oberthulba schließt die Schanierfunktion, indem der Markt beiden Allianzen - Fränkisches Saaletal und Kissinger Bogen - angehört", sagte Bürgermeister Gotthard Schlereth. Manchmal klemmen oder knarzen Schaniere, dann müsse man sie einfach wieder einmal richtig ölen.

Im Mittelpunkt des Allianztages standen die Kinder. Präsentiert wurden pädagogische Konzepte verschiedener Kindereinrichtungen in den Allianzgemeinden. Weitere Themen waren die Ehrenamtskarte, BayernNetzNatur-Projekt Grüngitter, Bund Naturschutz, BBZ Münnerstadt und Caritasverband Würzburg e.V., desweiteren ProJugend e.V., Bayerischer Bauernverband und Bio-GemüseKorb. Außerdem stellte ALE Unterfranken Fördermaßnahmen in den Allianzgemeinden vor. Otto Waldmann vom Amt für Ländliche Entwicklung verwies auf Maßnahmen der Dorferneuerung und rief die Gemeindevertreter auf, sich auch weiterhin für Vorhaben zu bewerben, auch außerhalb der Dorferneuerung. Das ALE Unterfranken sei beispielgebend, es habe in den letzten zehn Jahren unzählige kleine und große Maßnahmen gefördert. Als Beispiel dienten die Sanierung des Gemeindehauses in Hassenbach, des Bachlaufes in Sulzthal, der Alten Schulen in Untererthal und Gefäll, sowie der Mehrgenerationen-Treff in Fuchsstadt.

Burkardroths Bürgermeister Waldemar Bug sah es als gutes Zeichen, dass nicht nur Kommunen in den Allianzen, sondern auch Allianzen untereinander gut zusammenarbeiteten. Er fragte sich wie wohl ein Erntedankfest in 30 oder 40 Jahren gefeiert werde. "Wir gehen heute Wege, die die einzelnen Kommunen so wohl nicht eingeschlagen hätten", sagte Bug. Die Mobilität auf dem Land müsse verbessert werden, deshalb habe man sich für die Anschaffung eines Neunsitzers entschieden, der für Bürger, Firmen und Vereine zur Verfügung stünde. Auch die Innerortbelebung werde angegangen; 65 Objekte, die alle älter als 50 Jahre sind und mindestens ein Jahr leer standen, seien reaktiviert worden.

Hammelburgs Bürgermeister Armin Warmuth freute sich an einem solchen Tag die Allianzen den Bürgern näher bringen zu dürfen. Seiner Meinung nach solle für das Projekt Grüngitter eventuell ein neuer Name gefunden werden. Auch die Themen Kindergärten und Ehrenamtskarten lagen ihm am Herzen.

Für die Organisation zeichneten seitens des Marktes Oberthulba Franziska Weidner und Anita Sell, sowie Beate Schmäling für den Kissinger Bogen und Holger Becker für das Fränkische Saaletal Verantwortung. Stände und Vorträge fanden Platz im Pfarrsaal, im Rathaus, auf dem Marktplatz und auf dem Rathaus-Hof.

Auf ihrem Rundgang lauschten die Teilnehmer dem Wald-Lied, vorgetragen vom Kindergarten Fuchsstadt, sowie einem Kindertanz des Kindergartens aus Aura. Einen Vortrag "Projekt Grüngitter" gab Jasmin Fidyka, "Sturzflut- und Risikomanagement" erläuterte Kaj Lippert und "Gemeinde- kindgerecht erklärt" übernahm Nicole Wehner. Manfred Manger übernahm die Verlosung des Allianz-Quiz.

Hintergrund:

Kissinger Bogen: Der Allianz gehörend die Gemeinden Bad Bocklet, Burkardroth, Oberthulba und Nüdlingen an. Die Allianz hat zum Ziel, die Zukunft der ländlichen Entwicklung gemeinsam zu gestalten und die Region als Lebens-, Arbeits- und Erholungsraum weiter voranzubringen.

Fränkisches Saaletal: In dieser Allianz sind neun Städte und Gemeinden: Hammelburg, Elfershausen Euerdorf, Oberthulba, Sulzthal, Aura an der Saale, Fuchsstadt, Ramsthal und Wartmannsroth. Sie stellen sich so gemeinsam den Herausforderungen des Demographischen Wandels im ländlichen Raum. Oberstes Ziel ist, die Lebensqualität vor Ort zu erhalten und weiter zu steigern.