Dies könne man daran sehen, dass sich am Schulort Hammelburg das Lehrerkollegium, die ehemaligen Lehrkräfte, der Elternbeirat, zahlreiche Ehrengäste sowie ein Vielzahl von Vertretern der schulischen und außerschulischen Kooperationspartner und natürlich Ingrids Familienangehörige versammelt hätten.
In seiner Laudatio nannte der Rektor seine Stellvertreterin, die er am 1. August 2007 in dieses Amt eingeführt hatte, "eine Schulleiterin mit Profil". Der "Name Weingärtner" sei nahezu ein "Synonym für Saaletal-Schule" gewesen. Sie habe durch ihre Persönlichkeit, durch solides pädagogisches Handwerk und ihren Leitungs- und Führungsstil dem Schulstandort Hammelburg Ansehen verliehen, auch weil sie Ideen entwickelt und Impulse gesetzt habe. "Mit Charme und Durchsetzungsvermögen" habe sie sich zudem "konstruktiv eingebracht im Schulleitungsteam, im Kollegium, bei Schülern, Eltern, schulischen und externen Partnern". Das alles mit enormem persönlichen Einsatz auf Gebieten wie: Beratungssystem, Spezialisierung auf den Unterricht mit lese-, rechtschreib- oder rechenschwachen Kindern, Weiterentwicklung des Mobilen Sonderpädagogischen Dienstes und auch als Mitglied der Vorstandschaft des Fördervereins.
Als "Powerfrau" mit einer Vorliebe für sportliche Autos und Motorräder habe sie sich auch aktiv in Arbeitskreise auf Regierungsebene eingebracht und wurde zudem in die staatliche Prüfungskommission für das II. Staatsexamen an der Regierung von Unterfranken berufen. Diese "Power" werde sie in ihrem neuen Amt und im Aufgabenfeld am Sonderpädagogischen Förderzentrum in Würzburg brauchen, wozu er ihr zum Abschied die besten Wünsche übermittelte.

"Eine tolle Lehrerin"

Während die Lehrerkollegien aus Bad Kissingen und Hammelburg der scheidenden Konrektorin mit einigen Songs und humorvollen Sketchen den Abschied "versauerten", erhielt sie von den Schülersprechern Jennifer Göbel und Daniel Neumann eine Rückmeldung über die Meinung ihrer ehemaligen Schüler: "Streng, aber voll nett und eine tolle Lehrerin." Bewegend für Ingrid Weingärtner war ein Solo der Schülerin Cäcilia, das diese eigens für sie einstudiert und gekonnt vorgetragen hatte.
Frau Weingärtner zeigte sich bewegt von der Feier und bedankte sich mit einem "weinenden und einem lachenden Auge". "Weinend", weil sie eine über 30 Jahre gewachsene Gemeinschaft verlasse, in der es ihr, auch dank ihres Chefs und ihrer früheren Betreuungslehrerin Erika Windirsch sehr gut gegangen sei und weil das Hammelburger Kollegium "Schule nicht nur praktiziert, sondern gelebt" habe. "Dieses Juwel gebe ich schweren Herzens ab!"
Das "lachende Auge" beziehe sich auf die Schule in Würzburg, die ihr neue Aufgaben stelle. Sie freue sich auf die neuen Herausforderungen.