In der gut besuchten Bürgerversammlung in Hetzlos stellte Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU-FW) den Neuausbau der Büchelbergstraße für rund 710 000Euro als größtes Projekt in Hetzlos heraus. Diese Summe muss allerdings die Marktgemeinde nicht allein stemmen, denn es handelt sich um die Kreisstraße KG 35 für deren Fahrbahn, 296 000 Euro, der Landkreis aufkommen muss. Hier komme doch einiges an Schlüsselzuweisungen, die der Markt an den Kreis zahlen muss wieder zurück.

Zu flott im Ort unterwegs

Geklagt wird im Dorf aber immer wieder über das zu schnelle Fahren auf der neuen Straße. Ein Grund dafür ist auch die Übersichtlichkeit durch den Ortsbereich. Mit der Aufstellung von sogenannten "Schraffen" (weiße Schilder mit schrägen schwarzen Streifen) an den beiden Ortseingängen sollen die Verkehrsteilnehmer auf die Verkehrsberuhigung hingewiesen werden.
Die Aufstellung, so der Bürgermeister, ist mit dem Landkreis abgesprochen und soll in nächster Zeit erfolgen. Bürgermeister Schlereth informierte auch, dass die Wasserversorgung in Thulba soweit vorangeschritten ist, dass demnächst auch Hetzlos wieder sein Wasser aus den Thulbaer Brunnen erhalten wird. Über die gesamte Bauphase kam das Trinkwasser aus den Brunnen in Hassenbach, die dann wieder entlastet werden.
In der Diskussion erinnerte Karl Reuter an die bereits früher vorgebrachten Baumpflegearbeiten oberhalb des Friedhofs. Auch witterungsbedingt seien die Arbeiten bisher nicht möglich gewesen informierte Bernd Wald vom Bauhof. Zudem dürfen solche Maßnahmen nur vom 28.10. bis 28.2. ausgeführt werden, ergänzte der Bürgermeister. Auch die SüdLink-Trasse war ein Thema auf das der Bürgermeister eingehen musste. Edgar Müller wollte wissen, welche Waldflächen an der Autobahn durch die Trasse verloren gehen. Er ist der Meinung, dass die Landschaft verschandelt wird und das müsse man mit allen Mitteln verhindern. "Wenn die Trasse kommt, werden wir klagen ,und darauf haben sich die Kommunen geeinigt. Zu rechnen ist mit 35 bis 40 Hektar Wald, der verloren geht", so der Gemeindechef dazu.

Unterstellhalle

Rege diskutiert wurde auch über eine Plakatwand an der Unterstellhalle im Bereich der Schulbushaltestelle. Klaus Reuter war der Meinung, man müsse auch den Vereinen von außerhalb eine Möglichkeit bieten. Ortsbeauftragter Klaus Kunder machte den Vorschlag eine Anschlagtafel in der Unterstellhalle probeweise einzubauen. Schlereth informierte, dass das Thema "Anschlagtafeln" bereits im Ratsgremium behandelt worden ist, aber eine Lösung gebe es noch nicht. Angesprochene Litfaß-Säulen seien für die Vereine zu teuer und würden nicht angenommen. Detlef Meyer bemängelte den Schneeräumdienst. Beim letzten Schneefall sei der Schnee vor das Feuerwehrhaus geschoben worden. Bei einem plötzlichen Einsatz müsse dann erst freigeschaufelt werde.

Eigenleistung gewürdigt

Es gab aber auch Lob in der Versammlung. Klaus Kunder sprach dabei die Elterninitiative am alten Schulhaus an. In Eigenleistung seien dort auch Pflasterarbeiten vorgenommen worden. Zunehmend werden jetzt dort Räume für Veranstaltungen, wie etwa auch für den Martinszug der Kinder, genutzt. Für diesen Einsatz der Eltern gab es auch Beifall von den etwa 25 Hetzloser Besuchern. Ihnen dankten sowohl der Ortsbeauftragte Klaus Kunder wie auch der Bürgermeister für die sachlich vorgebrachten Beiträge und auch die bisherige Unterstützung.