Jury lobt vor allem die Liebe zum Detail
Autor: Marcus Leitner
Hassenbach, Freitag, 15. Juli 2016
Die Bewertungskommission zum Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" machte einen Rundgang durch Hassenbach.
Voller Freude erwarteten viele interessierte Hassenbacher Mitbürger aller Altersklassen die Bewertungskommission zum Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden". Bürgermeister Gotthard Schlereth berichtete von der Geschichte des Gemeindehauses und nannte ein paar wichtige Daten zur Bevölkerungsentwicklung, zu den ortsansässigen Gewerbebetrieben und den Bildungseinrichtungen.
In zwei Gruppen durch den Ort
Ortsreferent Mario Götz bedankte sich beim Obst- und Gartenbauverein für die Initiative und das Engagement in den vergangenen Wochen. Anschließend berichtete er vom Hassenbacher Vereinsleben, der neuen Vereinsgemeinschaft, der Integration der Flüchtlinge und von der Geschichte der Kirche.
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Die Kommission wurde von Dieter Büttner, dem Fachberater für Gartenbau und Landespflege im Landratsamt, vorgestellt.Danach teilte sich die Kommission in zwei Gruppen. Zwei Vertreter kümmerten sich um das Thema "Dorf in der Landschaft" und fuhren mit Hubert Schenk und Reinhold Nürnberger zur Besichtigung und Begutachtung von Hassenbach. Die andere Gruppe startete zusammen mit den Hassenbacher Mitbürgern ihren Rundgang durch Hassenbach. Die Route startete am einmaligen Hassenbacher Museum und ging dann vom idyllischen Garten von Sabrina und Joachim Hepp zunächst zum Dorfplatz und dann zum Flüchtlingsheim.
Anschließend wurden der Fischweiher, das Feuerwehrhaus mit dem Jugendraum und die sehenswerte, alte Kirche in Augenschein genommen. Der Weg setzte sich fort über den sehr schönen Badeplatz, das Wochenendgebiet, den Kindergarten und den Friedhof. Am Ende wurden noch die neue Kirche und das Anwesen Löwenheim besichtigt, bevor es zurück zum Gemeindehaus ging. Alle Bürger beteiligten sich rege an der Präsentation, und jeder wusste zu der einen oder anderen Sehenswürdigkeit etwas zu erzählen. "Das war wirklich super", lobte Mario Götz die Hassenbacher.
Nach einem Weißwurstfrühstück im Gemeindehaus startete die Kommission gleich mit dem Feedback. Bei der Baugestaltung und Entwicklung bekam die Dorfbevölkerung ein Lob für die sehr gepflegten Gärten. Gelobt wurden auch die positive Entwicklung im Innenort und vor allem der Badeplatz als tolles Idyll für Jung und Alt. Für die Begutachter kommt der Oehrbach im Innerort aber zu wenig zur Geltung.
Beim Thema Dorf in der Landschaft gefiel Hassenbach mit seinen sanften Landschaften, mit viel Liebe zum Detail. "Die Hassenbacher tun etwas für die Natur", hieß es von der Kommission. Auch hier gefiel der Badeplatz, als Verzahnung mit der Natur - "ein Schmuckstück."
Im Rahmen der wirtschaftlichen Perspektiven wurde die Gemeinde als Vorreiter in allen Entwicklungskonzepten hervorgehoben und die Ansiedlung von Gewerbe und Dienstleistungen für gut befunden. Verbesserungsbedarf sah die Kommission noch in der Barrierefreiheit.
"Erfolgreicher Tag"
Die Gutachter sahen sehr schöne Gärten, einen sehr gepflegten Friedhof und einen erlebbaren Ortskern. Sie lobten das hohe Engagement der Bürger und auch die Integration der Jugend in die Vereinsarbeit. Sehr gut fanden die Prüfer auch den Flüchtlingshelferkreis, der sich maßgeblich um die Eingliederung der Flüchtlinge kümmert.
Auch die Pflege kirchlicher Traditionen und die Zusammenarbeit der Vereine zusammen mit der Gemeinde kam bei den Gutachtern sehr gut an."Insgesamt war es ein sehr erfolgreicher Tag", so Mario Götz. Vor allem die Dorf- und Vereinsgemeinschaft, das ehrenamtliche Engagement der Bürger und der Badeplatz haben besonders beeindruckt.