Allerdings zählt die Statistik für 2014 auch wieder zwei Verkehrstote: Einen 18-jährigen Motorradfahrer, der auf der Lagerbergstrecke die Kontrolle über seine Maschine verlor, und einen 23-jährigen Fußgänger, der nachts auf der Bundesstraße 287 bei Euerdorf von einem Auto erfasst wurde.

Einen großen Anteil an der Unfallstatistik haben Wildunfälle, wie Alfons Hausmann bei der Vorstellung der Zahlen erklärte. Im Jahr 2014 gab es mit 203 Wildunfällen aber weniger Zusammenstöße als 2013 (241), sagte der Leiter der Hammelburger Polizeiinspektion.

Um Gefahrenstellen zu entschärfen, ließ die Polizei Straßenränder an besonders betroffenen Strecken entbuschen, so zum Beispiel an der Bundesstraße 287 zwischen Bad Kissingen und Euerdorf oder zwischen Wirmsthal und der Mülldeponie. Das soll den Tieren die Deckung nehmen. Derzeit beobachtet die Polizei wieder, auf welchen Strecken es vermehrt zu Wildunfällen kommt, um mit den Straßenbaulastträgern erneute Maßnahmen zu planen.

Polizei leistet Präventionsarbeit

Der Unfallverhütung dienen auch das Schulweg- und Schulbustraining. Verkehrserzieher Hubert Koch bildete im vergangenen Jahr außerdem 48 neue Schülerlotsen aus. Bei der Präventionsarbeit kooperiert die Polizeiinspektion mit der Gebietsverkehrswacht.

Diese sponserte zum Beispiel reflektierende Westen für Radler, die die Polizei bei Fahrradkontrollen in den dunklen Morgen- und Abendstunden verteilte. Die Aktion fand bereits zum zweiten Mal statt. Einige Radler trugen daher schon sogar Westen, wie Polizeihauptkommissar Günther May erklärte.

Doch neben Präventionsarbeit seien auch weiterhin Kontrollen notwendig. Dafür baten die Polizisten um Verständnis. Denn es bedürfe häufig eines Kontrolldrucks, um eine Verhaltensänderung zu erreichen. So wurden im vergangenen Jahr 166 Verkehrsteilnehmer wegen Geschwindigkeitsverstößen beanstandet. Vier erhielten ein Fahrverbot.

Extreme Geschwindigkeitsüberschreitungen erreichten ein 26-jähriger Motorradfahrer, der auf der Bundesstraße 27 bei erlaubten 100 Stundenkilometern mit Tempo 142 unterwegs war, und ein 27-jähriger Pkw-Fahrer, der auf der Bundesstraße 287 statt mit erlaubten 80 Stundenkilometern mit Tempo 137 raste.