Die Pfarreiengemeinschaft "Saalekreuz" begrüßte nach vierjähriger Vakanz ihren neuen Pfarrer. Norbert Wahler, er ist in Ramsthal geboren, erhielt unter der großer Anteilnahme der Bevölkerung aus den angeschlossenen Gemeinden die Ernennungsurkunde des Bischofs, Friedhelm Hofmann, in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt.
Klaus Dittmann, der Vorsitzende der Pfarreiengemeinschaft (PG), wähnte sich in der sehr festlichen Eucharistiefeier glücklich, nach längerer Durststrecke wieder einen Pfarrer zu haben, "der nach der priesterlosen Zeit für etwas mehr Kontinuität und Planungssicherheit sorgt". Mit Stolz verwies er auf das ehrenamtliche Team der Pfarreiengemeinschaft, das in dieser Zeit nicht die Hände in den Schoß legte, sondern vieles anstieß und erledigte. "Jetzt ruhen unsere Hoffnungen auf Ihnen", fügte Dittmann an.


Gemeinsam in Verantwortung

Dittmanns Stellvertreterin und Vize-Landrätin Monika Horcher überbrachte neben persönlichen Grüßen auch die des Landrates und des Landkreises. Sie sah "große Schnittmengen für die Menschen, die hier leben. Sowohl die Kommunalpolitik wie die Kirche tragen gemeinsam hier Verantwortung", betonte sie bei der Übergabe von Brot und Salz.
"Das Schiff Saalekreuz besitzt endlich wieder einen Steuermann, der hoffentlich für viele Jahre lenkt", freute sich Fuchsstadts Bürgermeister Peter Hart. Doch wies er auch darauf hin, dass sich mit den acht Gemeinden der Pfarreiengemeinschaft "ein anspruchsvolles Aufgabenfeld stellt, in dem Sie Priester, Moderator, Kommunikator und Manager sein müssen".


"Sie sind von Bedeutung"

Karlheinz Kickuth, Bürgermeister des Marktes Elfershausen, unterstrich: "Sie sind für unser Gemeinwesen von Bedeutung. Wünschenswert wäre ein Miteinander, das auch den Spielraum von Respekt zueinander bewahrt. Die Bürger setzen hohe Erwartungen in Sie und Ihre seelsorgerische Tätigkeit."
Neben den Grüßen des Marktes übermittelte Kickuth auch die guten Wünsche der Stadt Hammelburg und des anwesenden Vize-Bürgermeisters Reimar Glückler. Zudem verlas er ein Grußwort des verhinderten Rektors der Johannes-Petri-Schule, Hubert Voll. Darin zeigte sich der Schulleiter froh, dass ein Geistlicher wieder die große Gemeinde im Saaletal übernimmt. Der neue Pfarrer wird im Übrigen auch in der Schule tätig ist, als Religionspädagoge in der 3. Klasse.


Bereits eingearbeitet

Pfarrer Norbert Wahler, der sich bereits seit einigen Wochen in der Pfarreiengemeinschaft Saalekreuz eingearbeitet hat, weiß um die umfangreichen Aufgaben, die ihn erwarten. "Ich hoffe auf die weitere Mitarbeit der Ehrenamtlichen. Ich brauche jeden von ihnen - ... vielleicht noch einige mehr", ist er sich bewusst. "Dennoch freue ich mich auf meine Aufgabe", fügt er hinzu.
Norbert Wahler ist Spätberufener, der zunächst den Beruf eines Energie-Elektronikers erlernte. Ab 2004 erfuhr sein Leben eine Wende: Er studierte Theologie und wurde 2010 zum Priester geweiht. Zunächst als Kaplan in Bad Kissingen wirkte er drei Jahre als Pfarrvikar in Bad Brückenau. Im Frühjahr 2016 trug ihm der Bischof das Amt als Pfarrer für die Pfarreiengemeinschaft Saalekreuz an. Hier findet er frühere Mitarbeiter wieder, wie die Gemeindereferentin Monika Hufnagel oder Diakon Klaus Eckert.


Keine Vikarstelle mehr

Aufgrund des Priestermangels gibt es in der Pfarreiengemeinschaft keine Vikarstelle mehr. "Das führt zu einem eingeschränkten Gottesdienstplan", stellte der neue Seelsorger fest, der selbst an den Sonntagen drei Gottesdienste zelebrieren wird. Auch diesbezüglich setze er auf ehrenamtliche Helfer wie Gottesdienstbeauftragte und Wort-Gottesdienstleiter, sagte Wahler mit der gleichzeitig ausgesprochenen Bitte um Verständnis.


Blumen für den neuen Pfarrer

Den festlichen Akt umrahmten viele Gläubige und Vereine aus der ganzen Pfarreiengemeinschaft. Die Kindergartenkinder sangen vor der Begegnung im Saal des Feuerwehrhauses ein Lied und überreichten "ihrem" neuen Pfarrer Blumen.