Mit der Neugestaltung der Schrenk und der Verlegung des Wildbachs, neigt sich "eine Riesen-Baumaßnahme" in Aura dem Ende entgegen. Im August soll das Projekt fertiggestellt sein, sagte Bürgermeister Thomas Hack (CSU/Bürger für Aura). Eingangs der Ratssitzung dankte er dem Wasserwirtschaftsamt (WWA), der bautechnischen Leitung und ganz besonders den Anwohnern.
Den Abschluss der Bachverlegung ließ Martin Rottenberger vom WWA in Bildern Revue passieren. Demnach verläuft der Wildbach 155 Meter unter der Straße, deren Oberfläche in zwei Bauabschnitten ebenfalls eine Erneuerung erhielt. "Wir haben hier eine komplexe Baustelle in einem Jahr abgeschlossen", stellte er zufrieden fest.


Hochwasser vorbeugen

Die Neuverlegung soll das Wasser von den Häusern der Anwohner wegbringen und gleichzeitig eventuellem Hochwasser vorbeugen. Die auch für das WWA nicht alltägliche Aufgabe wurde teils mit schwerem Gerät zur Baugrubensicherung und unter Vollsperrung der Straße durchgeführt. Kleine Nacharbeiten stehen zwar noch an doch "es darf wieder ruhiger werden in Aura", schloss Rottenberger, der das vom WWA und dem Straßenbauamt finanzierte Projekt auf 2,3 Millionen Euro datierte.
Was die Hangbefestigung angeht "begrünt" hier eine Fachfirma. Sie spritzt eine Trägermasse aus Zellulose auf, die festigen und den natürlichen Wuchs unterstützen soll, so Hack. Den Unterbau zum Gestein bildet zur Unterstützung des Wachstums eine Kokosmatte.


Varianten für neues Baugebiet

Aura plant die Ausweisung eines neuen Baugebiets. Dazu legte Architekt Markus Kirchner zwei Standort-Varianten vor. In Frage kommen eine Ortsrandabrundung an der Ekkehardus-Straße oder eine Erweiterung oberhalb des "Ruck" mit Anbindung an den Würzburger Weg. Nach Überprüfung der Planungsgrundsätze wären 14 Baugrundstücke und eine zweireihige Bebauung mit Wendeplatte auf dem 1,65 Hektar großen Variante 1 möglich. Die zweite Option am Würzburger Weg verfügt über 1,8 Hektar und böte rund 30 Bauplätze, die in zwei Bauabschnitten zu erschließen sind.
Kirchner, der die Vor- und Nachteile beider Varianten erläuterte, schätzte die Erschließungskosten auf 315 000 Euro und den Quadratmeter-Preis auf ca. 30 Euro an der Ekkehardus-Straße. Ähnlich gestalten sich die Kosten für den ersten Bauabschnitt am Würzburger Weg. Der Gemeinderat will in der nächsten Sitzung entscheiden, welches Baugebiet er auswählt.


Rat wird Konzeptplan für Nationalpark begleiten

Entscheiden musste der Auraer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung auch, ob Aura die nächste Phase - den Konzeptplan - für den Nationalpark mitträgt. Die Gemeinde wäre durch eine Angrenzung hinter der Klosterruine direkt betroffen quasi als "Eintritt in den Nationalpark".
Bürgermeister Thomas Hack verlas zu diesem Vorhaben eine gemeinsame Resolution aus der Bürgermeisterbesprechung, in der sich "Entsetzen breit gemacht habe" über die Begleitumstände der Versammlung in Stangenroth in Form von Beleidigungen, Bedrohungen und Beschädigungen, gegen die sich die Bürgermeister verwahren.
Hack räumte ein, dass bisher noch nichts Konkretes vorliege. Eine ablehnende Haltung zum Konzeptplan sei jedoch "nur ein Bauchgefühl". Martin Kaiser kritisierte: "ein Wirrwarr ohne Aussage über das wir entscheiden sollen". Thomas Klose meinte: "Über alles macht man sich Gedanken nur nicht über die Kernentscheidungen".
Dennoch blieb dem Ratsgremium lediglich ein "ja" oder "nein", wobei ein "Nein" bedeutet hätte, das Aura künftig außen vor bleibt. Gegen die Stimme von Martin Kaiser entschied sich der Rat für eine weitere Begleitung der Konzeptphase.


Treppe an der Hauswand entlang

Drei Vorschläge für die Treppe vom Eingang der Festhalle zur neu hergestellten, unterhalb liegenden Parkfläche, legte Hans-Jörg Kaiser vor. Eine direkt an der Hauswand verlaufende Treppe, die bestehende Treppe oder eine schräg zum Parkplatz einmündende Variante. Der Rat bevorzugte mit 6:3 Stimmen die erstgenannte Version an der Hauswand mit einer Verschwingung im unteren Teil.


Bauanträge

Keine Einwände gab es gegen den Bauantrag von Rainer Büttner, der ein Einfamilienhaus in der Otto-von-Bamberg-Straße errichten will. Den Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans stimmten die Räte zu.
Die Gemeinde will im Bereich des Wasserwerks eine Wasserleitung bauen, die der Bewässerung der Gärten aber nicht dem Verzehr dient.