Vor 20 Jahren, am 12. Dezember 1997, kam Robert Höfling im Alter von 78 Jahren bei einem Urlaub auf Lanzarote ums Leben. Er war einer der originellsten und kreativsten Charaktere, die die Stadtgeschichte kennt. Zu seinen Lebzeiten provozierte Höfling ab und zu mal gerne mit seiner Kunst.

Überhaupt saß ihm der Schalk im Nacken. Doch er schuf auch Werke von hoher Ausdruckskraft und künstlerischer Qualität.

Einen Eindruck davon vermittelt vom 2. Dezember bis 6. Januar eine große Höfling-Ausstellung im früheren Hammelburger Kaufhaus, die erste Höfling-Ausstellung seit vielen Jahren. Groß ist dabei auch wortwörtlich zu nehmen: Die Räume im früheren Kaufhaus bieten die Möglichkeit, großformatige Bilder zu präsentieren.

Höflings Werk ist vielseitig. "Das Oeuvre, welches das Auge des Betrachters oft erfreut, gerne aber auch herausfordert und nicht selten den Kunstbegriff hinterfragt, findet sich heute in Privatsammlungen und Museen wieder", heißt es in der Ankündigung. Die Sammlung von Sepp Halbritter steche dabei hervor. "Die zumeist großformatigen Werke aus der Sammlung des einstmaligen Mäzens und Freundes von Höfling werden nun erstmals in einer Ausstellung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, um damit an den Ausnahmekünstler und bedeutendsten Hammelburger Künstler des vergangenen Jahrhunderts zu gedenken."

Die Ausstellung "Robert Höfling - In aller Freundschaft" zeigt einen Querschnitt aus rund 25 Jahren Schaffenszeit von Höfling, der mit Ausnahme der Kriegsjahre immer in seiner Heimatstadt lebte und arbeitete.

Die Werke, zumeist Auftragsarbeiten, "repräsentieren einerseits die thematische Vielseitigkeit des Künstlers und seine Kunstfertigkeit, andererseits lassen sie auch einen kontinuierlich expressiven Malstil erkennen, dem Höfling bis kurz vor seinem Tod treu blieb". Sie lassen aber auch seinen Witz aufblitzen.

Die Ausstellung "Robert Höfling - In aller Freundschaft" ist vom 2. Dezember bis 6. Januar im früheren Kaufhaus am Hammelburger Marktplatz zu sehen. Sie ist donnerstags von 16 bis 20 Uhr sowie freitags bis sonntags von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Am 23., 24. und 31. Dezember sowie am 1. Januar ist die Ausstellung geschlossen. Der Eintritt kommt als Spende der Hammelburger Tafel zugute.