Rund 50 interessierte Hammelburger fanden sich ein zum Bürgerworkshop "Verkehr - sichere Schulwege - Klimaschutz". Stefan Seufert moderierte durch die zweistündige Veranstaltung in der Markthalle. Enttäuscht zeigten sich die Verantwortlichen, dass nur vier Stadträte und der Bürgermeister den persönlichen Einladungen gefolgt sind.

Den Einstieg machte Michael Meindl, der seit 1985 nebenberuflich als Fahrlehrer arbeitet, zum Thema Neuerungen in der Straßenverkehrsordnung. So seien die Bußgelder stark angehoben worden bei fehlender Rettungsgasse oder, wie zum Thema passend, dem Parken auf Geh- und Radwegen. Speziell für die Fahrradfahrer geben es Positives wie Grüner-Pfeil-Schilder, Fahrradzonen oder das Radeln entgegen der Einbahnstraße. Die angepasste Geschwindigkeit in verkehrsberuhigten Bereichen werde allerdings oft nur von Fahrschülern eingehalten.

Dies verdeutlichte sich auch im Vortrag von Arno Geisel, der sich dem Thema "Geheime Nordumfahrung" widmete. In einer Woche im April diesen Jahres seien hier 13 929 Fahrzeuge, darunter 10 975 Pkw, 2648 Lkw sowie 306 Landmaschinen und sonstige Fahrzeuge gezählt worden. "Das allein ist schon schlimm genug, aber dass 93,8 Prozent sich nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometer hielten ist nicht hinnehmbar", meinte er. Umgerechnet hätte dies bei Ahndung Bußgelder in Höhe von 408 000 Euro und vier Fahrverbote bedeutet.