"Fuschter Faschingsgaudi ist überall bekannt" - mit diesem Spruch hat der Faschings-Club wieder viele Zuschauer zum "Bunten Abend" in die sanierte Mehrzweckhalle gelockt. Gags, beeindruckende Tanzdarbietungen und geballter Humor wechselten sich ab.

"Wenn sie nach Hause gehen und sie hatten ihren Spaß, haben wir unser Ziel erreicht", sagte der Vorsitzende des Fuschter Faschings-Clubs (FFC), Rainer Lell. "Der Narr lauerte schon lange in uns" erklärte er. Der Ordensverleihung an die Gastgesellschaften aus Nüdlingen, Eußenheim und Euerdorf ließen Bürgermeister Peter Hart und der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Uwe Eiche, ihre Grüße folgen.

Die neu formierte rotgoldene Garde leitete mit einem Marschtanz das Programm ein: "Griechischer Wein" hat man so charmant weder gehört noch gesehen. Anne Reh ist das neue FFC-Tanzmariechen. Sie dürfte dem FFC die beliebte Tanzdarbietung für einige Zeit sichern.

Melissa Laudensack alias "Tussi on Tour" sah sich danach als "Fee" - Übersetzung für: "Fachkraft für Erleichterung und Entsorgung". Sie sagte: "In unserer Küche kann man vom Boden essen - man findet immer etwas".

Die Vorstellung der FFC-Kindergarde spiegelte den Wunsch nach Süßigkeiten wider: "Sugar, Sugar", "Lollipop, Lollipop" und Gummibärchen. Das verdiente die erste Zugabe. Eine nicht alltägliche Bütt inszenierten Edgar Stockmann, Sandra und Steffi Lell, Carolin Seitz, Karl-Heinz Wagner und Alexander Lebsack. In "Kino, Kino" saßen sie in der ersten Reihe beim "Sketch ohne Worte". Mit Gestik und Mimik stellten sie dar, welche Gefühle für oder gegen die Nachbarzuschauer ausbrechen können - eine außergewöhnliche Nummer.

Ein wirbelndes Spektakel mit Cheerleadern und Football-Cracks präsentierte die Showtanzgarde der Eußenheimer Lorbser. Dann folgte die Fahrt von Fuchsstadt nach Schweinfurt zu Tantes Geburtstag, bei der Julius erstmals sein neues Navi einsetzte. Eine sinnlose Investition, wie Gattin Mausi befand. Den Weg kenne man doch - das Navi jedoch nicht, schon gar nicht, wenn einer nach "Schwefert" will. Im Wortgefecht mit Gattin und Navi ging das Essen bei der Tante unter, der Beifall jedoch nicht. Oliver Lukaschewitsch sowie Birgit und Antje Kippes hatten die Lacher auf ihrer Seite.

Die Fuschter Jugendgarde rundete den ersten Teil mit "Viva la Mexiko" ab. Einen hohen Anspruch an die Zuschauer stellte der Nüdlinger Garde- Showtanz "Die Schöne und das Biest". Der kunstvollen Präsentation ging leider der Strom aus, was jedoch die Leistung nicht schmälerte.

Die Euerdorfer Karnevals-Gesellschaft grüßte aus dem Land der Pandabären mit einem Showtanz aus Hits wie "Kung Fu Fighting". Eulengeschnatter aus Fuscht hat es in sich. Das Sänger-Sextett zielte auf markante Ereignisse ab wie den Waldfriedhof.

Nonsens am laufenden Band produzierte die "Verunsicherung". Bei "Sister act" standen nur vier reale Personen auf der Bühne, aber zwölf Sängerinnen ließen Puppen tanzen und zwitschern. Auch die wandernden Comedians Hermann und Mathilde mischten den "Bunten Abend" mit ihrem Kultururlaub auf dem Kiez auf. Birgit Schreiber und Klaus Bollwein gelang damit wie immer ein Volltreffer. Das Ende des überaus gelungenen Abends bildeten zwei tänzerische Auftritte. Das Fuschter Männerballett, das zu knackigen Rocksongs die Baseball-Truppe "Dancing Foxes" mimte, zeigte eine schweißtreibende, sportliche Leistung. Sie wurden nur noch von der FFC-Showtanzgarde übertroffen, die sich mit einer rasanten Charleston-Performance in die Herzen der Zuschauer tanzte.