In der ersten Sitzung im umgebauten Rathaus erarbeitete der Gemeinderat die ergänzenden Grünmaßnahmen für die fertiggestellte Kissinger Straße. Nach Vorstellung von Dieter Büttner, Geschäftsführer des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege, erhalten insgesamt 13 straßenbegleitende Flächen Bepflanzungen mit Büschen, einigen Bäumen und Rasenarealen.
Als Bäume sollen kleinwüchsige Exemplare wie zum Beispiel die Säulen-Hainbuche oder Zwergahorn einen Platz im sanierten Straßenzug finden. Die Busch- und Strauchbepflanzung empfahl Büttner in wechselnden Blüh-Zeiten, um der Ortsdurchfahrt Farbe zu verschiedenen Perioden zu verleihen. Für das zu begrünende Rondell vor dem Rathaus schlug er eine Säulen-Kirsche vor, die jedoch nicht auf die Begeisterung der Räte stieß. Als Alternative käme eine kleine Hainbuche in Frage.


Leitungen im Boden

Auf der mit 130 Quadratmetern größten Fläche an der Ortseinfahrt aus Richtung Hammelburg ist nur eine Bepflanzung mit kleinen Sträuchern und Rasen möglich, da hier Leitungen in geringer Tiefe verlaufen. Wie Bürgermeister Peter Hart vorschlug, soll eine Gartenbaufirma die Arbeiten und die Pflege für die zwei ersten Jahre übernehmen. Der Planung von Büttner, für die die Verwaltung Kostenangebote einholt, stimmte der Rat einmütig zu. Der Ausführungstermin ist für das nächste Frühjahr datiert.
Das Rathaus ist - abgesehen von kleineren Ergänzungen - fertiggestellt. Nach Dafürhalten der Ratsmitglieder ein gelungenes Werk, das "schön, hell und zweckmäßig" ist, wie Hart den sanierten Amtssitz lobte. Der Sitzungssaal erhält noch eine neue Bestuhlung und einen weiteren Schrank.
Der Windpark Fuchsstadt, für den die Planer von Green City Energy, Simon Ruckinski und Lena Mühlenbrock, die von der Gemeinde gewünschten Änderungen einbrachten, "hängt". Grund für das schleppende Projekt ist die geringe Ausschreibungsmenge solcher Projekte im südlichen Deutschland, aber auch der "massive Absturz des Strompreises", wie die Repräsentanten argumentierten, die eine größere Anlage empfahlen.


Höhere Windräder

Für eine mit 3,7 statt 3,4 Megawatt ausgestattete Anlage sprechen elf Prozent mehr Pacht bei gleichem Flächenverbrauch und die höhere Wahrscheinlichkeit für den Zuschlag. Dafür muss Fuchsstadt um sieben Meter erhöhte Windkraftanlagen, und die Planer ein Genehmigungsverfahren hinnehmen. "Können wir der Aufstockung der Gesamthöhe zustimmen?", fragte Martin Keller und gab selbst die Antwort: "Es gibt keinen anderen Weg, wir wollen es doch selbst." Diese Meinung teilte auch Hart, der "ein paar Meter für nicht relevant" hält. "Wir diskutieren seit mehr als zwei Jahren über dieses Projekt und wollen es", fügte er hinzu.
Vorrangig ging es jedoch um die Ausgleichsflächen für den Windpark. Die arten- und naturschutzrechtlichen Prüfungen sind abgeschlossen, Aufforstungen sind im "Helmsthal" und "Pfützental" vorgesehen, deren Kosten und eine siebenjährige Betreuung Green City Energy übernimmt. Ein Vertrag, dem das Ratsgremium zustimmte, ist mit der Realisierung des Projekts verknüpft. Auch mit der abgeänderten Zuleitungsstrecke in das Lager Hammelburg, und einer Verlegung des Wegs zu den Anlagen erklärte sich das Gremium einverstanden.
Den Beschluss zum Neubau des Mehrgenerationen-Treffs fällte der Rat einstimmig, die Unterlagen reicht die Gemeinde beim Amt für ländliche Entwicklung (ALE) ein. Der Unterstützungsantrag der Caritas passierte mit 6:5 Stimmen, sie erhält 500 Euro. Gegen den Bauantrag für einen Wohnhausneubau mit Garage "Hinterm Turm II" gab es keine Einwände. Auch für den Umlagebescheid des Abwasserzweckverbands Thulba-Saale (AZV) gab es grünes Licht. Der Anschluss von drei weiteren Gemeinden an den Zweckverband - ein Einwand von Vize-Bürgermeister Manfred Öftring - ist bei der Umlage nicht maßgeblich. Öftring regte zudem an, den Festplatz an einigen Stellen aufzufüllen und anzusäen und hält die Entfernung einer vom Einsturz bedrohten Birke für notwendig.