Mit dem ausgehenden Sommer klingt auch die Zeit der Feste und Feiern auf dem Wahrzeichen des Marktes Elfershausen aus. Zwar wird die Burg noch an einigen Wochenenden bewirtschaftet, doch die Events weichen langsam dem "Winterschlaf". Einer der letzten Veranstaltungen gestaltete die Trimberger Ritterschaft unter Leitung von Reinhold Wahler gemeinsam mit dem bewirtschaftenden Verein, der Bürgerlichen Schützengesellschaft Elfershausen.

Unter dem Motto "Burgbelebung" zeigten die Recken im Burghof einen Schwertkampf, der auch mutige Gast-Knappen einbezog, die sich trauten, ein Schwert gegen einen schwer gepanzerten Ritter zu erheben - natürlich in Form einer Lehrstunde.


Wegen Gemeinderatsbeschluss

Davon hätten die Besucher gern mehr gesehen, doch steht einer aufwendigeren Schau eine Gemeinderatsentscheidung entgegen. Sie besagt, dass bei solchen Präsentationen Wanderer und Gäste, die ihren Kaffee, ein Getränk oder einen Snack auf der Burg einnehmen wollen, der kostenfreie Zutritt gewährt werden muss. Die Ratsentscheidung basiert auf entsprechender Kritik einiger Besucher.

Wollen die historischen Gruppen jedoch ihre Auftritte auf der Trimburg üppiger ausstatten, müssen sie Eintritt verlangen, denn es fällt auch für sie einiges an Kosten an. Es wäre nur schwer möglich, Wanderer und Besucher sowie Schaulustige auseinanderzuhalten.

"Etwas enttäuscht" zeigten sich zwei Ehepaare aus Bad Kissingen und Mellrichstadt, die die Burgbelebung in Relation zu den historischen Präsentationen auf der Ruine Botenlauben und der Osterburg setzten. "Wir hatten hier mehr erwartet, Feuerschlucker, Gaukler und spannende Kampf-Szenen", bedauerten sie. Das Programm hatte dennoch einiges zu bieten. Waren doch da die Hassenbacher Böllerschützen, die mit großem Getöse die im Sonnenschein dösenden Besucher auf die Beine holten. Dem seit 18 Jahren existierenden Verein gehören inzwischen auch zwei Damen an.


Mit dem Burgführer

Viel Interesse fand das Bogenschießen der Schützen im ehemaligen Marstall der Burg, wo Jugendliche wie Erwachsene sich in dieser Kunst ausprobieren konnten. Etwas zu kurz kam die passende, musikalische Ausstattung. Burgführer Otmar Pfister brachte einer Gruppe ehemaliger Schulkameraden die Geschichte des Wahrzeichens nahe.

Der Trimburg-Sommer war prall gefüllt von Veranstaltungen. Die Erben von Hans Schneider, die "Freunde der Trimburg", warteten mit Theater-Stücken der Disharmonie Schweinfurt und dem beliebten Jazz-Fest auf.
Mit der Klassenreise zur Musik des Vereins musifit und der "Nacht der Poesie", mit der Präsentation des Westheimer Kindergartens und zahlreichen Führungen, Vereins- und Klassentreffen gelang die Belebung auch dank der Vereine, die die Ruine an den Wochenenden bewirtschaften.


Was zusammengehört

Doch mit etwas Wehmut denkt mancher an die eindrucksvollen Ritterfeste zurück, die früher den Zuschauer in ihren Bann zogen und Besucher für ein paar Stunden in die Vergangenheit führten. Die Burg - zumal sie eine touristische Attraktion sein soll - und historische Szenarien gehören zusammen.