Der Bau des Dorfgemeinschaftshauses in Engenthal muss noch warten. Die im Gemeinderat von Marcus Seifert vorgestellte Planung mündete, vor allem wegen der Finanzierung des Neubaus - im Auftrag einer Entwurfsplanung, die der Architekt gemeinsam mit der Verwaltung erstellen soll.
Rund 380 000 Euro für das Projekt erschien den Räten zu viel. Auch unter Berücksichtigung einer Förderung in Höhe von ca. 133 000 Euro verbleiben Kosten von gut 240 000 Euro beim Markt. Ehrenamtliche Leistungen und Spenden könnten diese Summe zwar um rund ein Fünftel senken dennoch will der Rat versuchen, die Maßnahme noch kostengünstiger zu gestalten.
Ein Förderantrag beim Amt für ländliche Entwicklung müsste bis zum 28. Oktober gestellt sein. Diese Spanne ist zu kurz, erachtete Bürgermeister Karlheinz Kickuth. Doch wies er auf weitere Förderprogramme hin, die in den nächsten Jahren aufgelegt und genutzt werden könnten. Planer Seifert erläuterte seine Vorstellung, die Ortssprecher Johannes Krumm bei einem Infotermin den Engenthalern Bürgern bereits nahe brachte.


60 Sitzplätze

Demnach ist ein Versammlungssaal mit etwa 60 Sitzplätzen das Kernstück des Neubaus. Daneben sind Küche, Theke, Toiletten und ein Technikraum eingegliedert. Da die Einwohner ein Satteldach mit 48 Grad Neigung favorisieren, wird der Saal keine Zwischendecke erhalten. Doch ist ein Lagerraum für den Feuerwehrbedarf im östlichen Dachboden vorgesehen.
Wünschenswert wäre nach Meinung des Architekten eine Veranda zum rückwärtigen Teil des Gebäudes in Richtung Löschweiher des verglasten Versammlungssaals. Beheizt wird das Gemeinschaftshaus mit einem Pellets-Ofen und Frostwächtern. Die Räte Bernhard Büttner und Volker Partsch wiesen in diesem Zusammenhang auf den Unterhalt und die Betriebskosten hin.
Ortssprecher Krumm und Vorsitzender Gunnar Tuchbreiter glauben dies über den Feuerwehrverein, der auch Dorfgemeinschaftshaus-Verein ist und Ehrenamtliche schultern zu können. Beide erinnerten das Rats-Gremium, dass im Ortsteil keine Möglichkeit für Versammlungen, Veranstaltungen oder beispielsweise Altennachmittage zur Verfügung stehe. Allerdings wollen auch sie nicht als Konkurrenz zur bestehenden Gastronomie verstanden sein, wie dies Bürgermeister Kickuth forderte.
"Ich sehe das Dorfgemeinschaftshaus nicht als Konkurrenz zur Gastronomie. Ich sehe es aber als unsere Pflicht an, dem kleinsten Ortsteil entgegenzukommen", kommentierte Vize-Bürgermeister, Jürgen Englert. Doch auch ihm war die genannte Bausumme zu hoch. "Darüber müssen wir nochmals reden. Was gibt es definitiv an Zuschüssen, welche Restkosten bleiben der Gemeinde?", forderte er.


Trimberger Weg

Im folgenden behandelte Planer Johannes Hahn die Eingaben der Träger öffentlicher Belange zur Änderung des Bebauungsplans "Trimberger Weg", bzw. "Auraer Weg - südliche Erweiterung". Während die Eingaben der behördlich-institutionellen Mitspracheberechtigten vom Rat berücksichtigt und in die Änderung eingebarbeitet werden, gab es auch Widersprüche von privater Seite. Sechs Grundstücksbesitzer im Grenzbereich erhoben Einspruch gegen das Projekt, speziell wegen Fuß- und Feldwegen, deren Nutzung ihnen - teils vor Jahrzehnten - zugesagt wurde.
Architekt Hahn glaubt hingegen, es gäbe "keinen Anspruch auf eine rückwärtige Erschließung". Dennoch hatte er mit der Verlegung der Wege eine Lösung parat. So sollen fünf Meter breite Streifen, die auf 2,50 Meter als Weg ausgebaut sind, die Passage auch künftig sicherstellen. Die Änderung, Billigung und der Auslegebeschluss ergingen an das Bad Kissinger Architektenbüro Hahn.


Keine Einwände

Auch die Änderungen der Flächennutzungspläne, des Bebauungsplans "Hinterm Turm III" und des Integrierten Grünordnungsplans der Nachbargemeinde Fuchsstadt passierten den Marktgemeinderat einstimmig. Keine Einwände gab es ebenso gegen die vorgesehene Neuregelung der Umsatzbesteuerung der öffentlichen Hand.
Für das Marktfest 2017 legte das Gremium einen vorgezogenen Termin, den 12. und 13. August, fest, um nicht mit dem Hammelburger "Höflesfest" zu kollidieren, das am nachfolgenden Wochenende stattfindet. Dazu wird die Rechtsverordnung im Markt abgeändert. Für die Photovoltaik-Anlage auf dem Langendorfer Schulgebäude sucht die Gemeinde weitere Anbieter.
Den Räten war im vorliegenden Angebot einer Schwanfelder Firma das Honorar zu hoch. Der Bürgermeister nahm Kontakt mit Grundstücksbesitzern Im Baugebiet Langendorf auf. Doch sind mehrere Eigner am Verkauf von Grundstücken nicht interessiert, informierte Kickuth.
Er sucht ferner geeignete Personen zur Bildung eines Arbeitskreises, der eine Ortschronik von Elfershausen erstellen soll.