Sonne, Sommer, Schwimmbad elektrisieren "Wasserratten" die schon sehnlichst auf die Öffnung der Freibäder warten, die der Freistaat ab dem 8. Juni erlaubt. Aura will am 19. Juni an den Start gehen, um vorher noch einige Arbeiten erledigen zu können und das Wasser auf Temperatur kommt.

Doch die Corona-Krise ist präsent. Deshalb sind die neuen, behördlichen Richtlinien genau zu beachten. Wie Bürgermeister Thomas Hack in der Gemeinderatsitzung informierte, sind - nach Größe des verfügbaren Raumes - maximal 70 Besucher zugelassen. Verlassen Badegäste das Areal, dürfen ebenso viele nachrücken. Ein Besuch muss zwingend morgens ab zehn Uhr unter der Rufnummer 09704-6434 angemeldet werden. Kinder zählen übrigens als eine Personen, unter 14 Jahren dürfen sie ohnehin nur in Begleitung eines Erwachsenen eintreten. Um 18 Uhr schließt das Natur-Bad. Gemeinderätin Sandra Dörfler fragte nach einer Schwimmerstunde, etwa nach der Freude und Frust dürften hier nahe beieinander liegen, fürchtet man im Gemeinderat. Diejenigen, die reinkommen, freuen sich, die anderen sind frustriert.

Selbstverständlich gelten die bisherigen Gebote auch beim Badbesuch. Abstand halten - auch beim "Schlange stehen" am Eingang. Beim Eintritt oder beim Kauf am Kiosk ist die Schutzmaske zu tragen. Wer ins Wasser geht, muss keine Maske tragen, sollte aber den Abstand zum nächsten Badegast einhalten, auch wenn eine Übertragung des Virus durch Badewasser, wissenschaftlich beurteilt, höchst unwahrscheinlich sei. Hack setzt im Zusammenhang mit der Einhaltung der Vorgaben auf die Eigenverantwortlichkeit der Besucher.

Gemeinderätin Sandra Dörfler fragte nach einer Schwimmerstunde, etwa nach der offiziellen Schließungszeit. Den Vorschlag will der Bürgermeister erwägen um Sportschwimmern eine Möglichkeit zum Training zu eröffnen.

Das zweite Thema der Sitzung betraf das Abwasser. Bei der Kläranlage sind neue Probleme aufgetaucht. Feuchte Reinigungstücher sind wahrscheinlich der Grund für die Verstopfungen der Anlage. Ex-Vizebürgermeister Alfred Graser befasste sich mit dem Malheur und beriet sich mit einer Fachfirma. Diese bot eine Lösung in Form zwei stärkerer Motoren für die Pumpen und einem verlängerten Schutzgehäuse zum Preis von rund 4 150 Euro an - vorausgesetzt ein Auftrag werde bis Mitte des Monats erteilt.

Auras Kläranlage ist dem Abwasserzweckverband (AZV) Thulba-Saale angeschlossen. Von hier könnte ein weiterer Lösungsvorschlag kommen, der Einbau eines Rechens, der Feststoffe zurückhält. Hier ist nach Dafürhalten Hacks mit einem fünfstelligen Kostenbetrag zu rechnen. Die dringliche Bitte des Bürgermeisters galt den Ortsbürgern, Feststoffe nicht in der Toilette, sondern in der Mülltonne zu entsorgen.

Ähnliche Probleme traten schon früher auf, berichtete Graser, jedoch nicht in dieser Intensität. Das Ratsgremium entschied sich einmütig für die vorgeschlagene Zwischenlösung, die er jedoch mit AZV-Geschäftsführer, Burkhard Oschmann, abstimmen will.

Den Bauantrag zur Errichtung eines Einfamilienhauses mit Doppel-Garage vertagte der Rat, denn das Haus soll im Neubaugebiet "Am Hahn III" entstehen, das sich noch in der Erschließung befindet.