Baumaßnahmen sind aktuelles Thema in der Gemeinde. Von laufenden Projekten abgesehen - wie der Erneuerung der Grundschule, der Umgestaltung der Kissinger Straße oder Bauland-Erschließung - will Fuchsstadt auch sein Rathaus sanieren.
Architekt Thomas Ruser stellte dazu in der Gemeinderatssitzung einen ersten Planentwurf vor, der die vorhergesehene Modernisierung und Erweiterung darstellte und bei einer geschätzten Gesamtsumme von rund 411 000 Euro mit bis zu 90 Prozent Förderung bedacht wird.
Probleme erwartet der Planer beim Mauerwerk im Erdgeschoss, das entkernt werden muss - nicht nur aus statischen Gründen sondern auch "um zu wissen welches Baumaterial wir im Erdgeschoss vorfinden". Von Bruch- bis Backsteinen und Holz sei hier alles möglich, so Ruser, der vor einer Weiterplanung Kernbohrungen forderte.
Auch sei nicht sicher, ob im Geschoss über dem Gewölbekeller überhaupt eine Betonplatte oder nur eine Estrich-Schicht existiere. Entsprechende Untersuchungen seien die Voraussetzung für eine vernünftige Planung und Kostenberechnung, unterstrich er, und erhielt dafür und den Entwurf die Zustimmung des Gemeinderats.


Grundschule im Plan

Zur derzeit laufenden Grundschulsanierung legte der Architekt einen Sachstands-Bericht vor. "Die Schüler sitzen nach den Sommerferien am 12. September in ihren Klassenräumen", versicherte er. Inzwischen seien 60 Prozent der Leistungen - einige auch im Vorgriff - erfüllt, was bedeutet, dass der Bauzeitenplan eingehalten ist.
Die veranschlagten Kosten in Höhe von 1,26 Millionen Euro erhöhen sich minimal, zum Beispiel durch eine Gebäude-Grundreinigung, für die Ruser Angebote einholen will. Probleme bereiteten die Dampfsperren, die innen installiert werden mussten, und die Decken-Verschraubungen.
Mehrkosten entstanden auch bei Verputzer-Arbeiten in Höhe von 36 000 Euro, allerdings steht für das Projekt eine satte Förderung in Höhe von bis zu 1,55 Millionen Euro in Aussicht.
Rund 20 000 Euro mehr kostet auch die Baukostenabrechnung für die Erschließung des Gewerbegebiets "Neumühle". Angesichts der Gesamtsumme von 204 000 Euro sollte auch dies für die Gemeinde verkraftbar sein, da diese Summe auch private Anschlusskosten beinhaltet, die diesen Betrag reduzieren.
Der Abrechnung der Firma Schmitt & Zehe, die für rund 4300 Euro im Gewerbegebiet den Bordstein verlängerte und die Mulden-Rinne in der Oberen Dorfstraße zum Preis von rund 9200 Euro erweiterte, stimmten die Räte zu. Die Beseitigung der Straßenschäden übernimmt die Firma Schaupp Asphalt-Bau, die dafür das wirtschaftlichste Angebot in Höhe von 11 700 Euro abgab.
Vorbehalte haben fünf Räte gegen die Errichtung von sechs Windkraftanlagen im Markt Elfershausen. Die Mehrheit des Gremiums erhob jedoch keine Einwände gegen das Projekt. Der Neubau von zwei Kleinantennen in der "Sandflur" durch die Firma Intelsat erhielt ebenfalls "grünes Licht". Auch bewilligte der Rat den Scheunen- und Nebengebäude-Abriss in der Fuchsstädter Hauptstraße, nachdem die Planunterlagen geändert worden waren.