Der Aus- und Umbau der Kissinger Straße geht gut voran und liegt im Zeitplan. Alle geplanten Ver- und Entsorgungsleitungen vom nördlichen Ortsende bis zum Rathaus sind eingebracht. Das Fahrbahn-Teilstück bis zur Friedhofstraße verfügt bereits über eine komplette Decke. Die Fertigstellung der Bürgersteige mit einer Feinschicht folgt.
Bürgermeister Peter Hart erläuterte im Rahmen einer Ortsbesichtigung die Details wie beispielsweise die straßenbegleitenden Grünflächen, die teils auch kleinwüchsige Bäume, Rasen oder Bodendecker erhalten. Die dortige Bushaltestelle will der Gemeinderat mit Beleuchtung versehen. Sobald die Etappe bis zur Schweinfurter Straße komplettiert ist, geht die Baufirma die Arbeiten das Reststück am südlichen Ortsende an.


Mehrgenerationenhaus

Breiten Raum nahm das Konzept eines Mehrgenerationenhauses in der Ratssitzung ein, für das der "Stadtpark" vorgesehen ist. Ein Arbeitskreis (AK), dem Reiner Heid, Manfred Öftring, Jürgen Wittmer, Bernd Stöth, Brigitte Burtchen, Beate Weimar-Stockmann und Gudrun Böhm angehören, präsentierte seine Ideen und Vorstellungen.
"Wir müssen allerdings zwischen pflegebedürftigen und gesunden, agilen Senioren unterscheiden", stellte Vize-Bürgermeister Manfred Öftring eingangs klar. Die Rahmenbedingungen für Pflegebedürftige könne nur die Gemeinde schaffen, zum Beispiel durch eine Kurzzeit-Pflege. Dabei könnte die Gemeinde als Baulastträger auftreten und ein Investor langfristig für den laufenden Betrieb sorgen.
"Der AK kann dies nicht leisten, aber die aktive Seniorenarbeit Nicht-Pflegebedürftiger unterstützen", unterstrich Öftring. Ein Anlaufpunkt, der an mehreren Wochentagen öffnet und betreut wird, soll - je nach Interesse - verschiedene Aktivitäten anbieten nach dem Motto "Raus aus der Einsamkeit, rein in die Gemeinschaft".
"Jeder kann hier mithelfen und sich einbringen", betonte er. Auch Senioren können bei der Unterstützung junger Familien, Schulkinder oder Jugendlicher und älterer Menschen aktiv sein. Doch soll sich die Arbeit Engagierter nicht nur auf Senioren begrenzen, sondern alle Generationen einbeziehen.
Als Angebote empfiehlt der Arbeitskreis Kochen nach überlieferten, alten Rezepten, ein gemeinsames Mittagessen, Handarbeiten, Basteln und Malen für Kinder und Jugendliche, Hausaufgaben- und Kinderbetreuung. Tanznachmittage, Erzähl-Café, verschiedene Workshops, Gymnastik, kleine Wanderungen oder die Nutzung des Tretbecken und der Boccia-Bahn sind weitere Möglichkeiten. Ein Wirtshaussingen, Fachvorträge oder ein kleiner Flohmarkt ergänzen die Palette.


Jugendarbeit

Zur Jugendarbeit glaubt Öftring, "dass das JUZ im Pfarrheim nie richtig funktionierte". Deshalb sei zu klären, für welches Alter das JUZ ein Anlaufpunkt sein soll, wer die Leitung übernehmen soll. Auch die Fragen nach dem Träger sowie der Finanzierung sind noch offen. Als Gesamtlösung präsentiert der AK ein Generationenhaus, für das die Gemeinde die Anschub-Finanzierung übernimmt. Das Projekt soll sich später selbst tragen. "Der Stadtpark ist der ideale Standort, für jeden erreichbar und mit vielen Betätigungsfeldern für Jung und Alt sowie behindertengerecht. Fördermöglichkeiten sind noch zu klären. Es sei "kein Stückwerk, sondern eine dauerhafte, sinnvolle Investition für ein lebendiges Fuchsstadt", schloss Öftring. Die Planung könne nach Meinung Harts bis zum Herbst erstellt sein. Der Baubeginn im nächsten Frühjahr wäre der erste Schritt. Dem stimmte der Rat einmütig zu.
Für den in zwei Punkten geänderten Haushalt, das Investitionsprogramm sowie den Stellenplan, der bereits in der vorherigen Sitzung beraten wurde, gab das Gremium ebenfalls grünes Licht. Die Bushaltestelle in der Kissinger Straße (Nähe Rathaus) erhält eine Wartehalle zum Preis von 10 800 Euro. Auch die Haltestelle in der Schweinfurter Straße erhält ein Schutzhäuschen für 6600 Euro.
Für Holzrücke-Arbeiten überweist Fuchsstadt rund 10 000 Euro. Auf Anregung von Jürgen Wittmer installiert die Gemeinde eine Fluchttreppe im Feuerwehrhaus. Für die Maßnahme sind ebenfalls 10 000 Euro im laufenden Haushalt vorgesehen. Das Flurkreuz am Eingang des Kindergartens erhält eine Überdachung, die aus dem entsprechenden Spendenkonto finanziert wird. Gemeinderat Dirk Volz kümmert sich um die Maßnahme.
Bürgermeister Hart gab abschließend einige Termine bekannt. Die Eröffnung des Kapellenrundwegs ist auf den 5. Juni terminiert. Schon am 10. Mai findet ein Gespräch mit den Jägern im Feuerwehrsaal statt. Am 23. Juni ist Waldbegang.