Der Marktgemeinderat zieht wieder um. Tagte er in den vergangenen Monaten noch in der Stangenrother Rhönfesthalle, beriet er sich jüngst wieder im Sitzungssaal des Rathauses. Möglich war das wegen eines ausgeklügelten Konzepts. Allerdings: Die Inzidenzen steigen wieder. Wie stellt die Kommune am Fuß der Schwarzen Berge die Sicherheit von Ratsmitgliedern und Gästen sicher und wo und wie findet mit Hinblick auf die Pandemie die kommende Sitzung statt?

Bürgermeister Daniel Wehner (CSU) - darum muss das Gremium aus der Rhönfesthalle raus

Der erste Umzug war notwendig. Daniel Wehner (CSU), der Burkardrother Rathauschef, sagt: "In der Rhönfesthalle in Stangenroth finden wieder Veranstaltungen statt. Dadurch steht sie uns als Kommune für die Sitzungen nicht mehr zur Verfügung. "Es wären jedes mal große Umräumarbeiten von den Veranstaltungen zu den Sitzungen notwendig." Den Umzug zurück ins Rathaus sicherten die Räte über ein Hygienekonzept ab.

Viel Aufwand für ein Hygienekonzept in Burkardroth

Das hatte die Verwaltung gemeinsam mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Bad Kissingen ausgearbeitet. Um die Sicherheit der Gäste und Räte zu gewährleisten, fanden sich an den Eingängen des Rathauses bei der jüngsten Sitzung im November Spender mit Desinfektionsmittel. Weiterhin gab es verpflichtende Selbsttest für alle Ratsmitglieder - unabhängig davon, ob der- oder diejenige Geimpft oder Genesen war.

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Bis jeder am Platz war, galt Maskenpflicht. Im Besucherbereich griff die 3G-Regel. Außerdem musste ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Im 30-minütigen Turnus lüfteten die Ratsmitglieder ihren Sitzungssaal.

Doch aufrechterhalten lässt sich aufwendige Konzept derzeit nicht. "Die Zahlen sind mittlerweile auf einem anderen Level. Sie sind explodiert", konstatiert Daniel Wehner. "Wir werden wahrscheinlich wieder umschwenken müssen." Konkret bedeutet das, dass die Räte wieder umziehen müssen. Allerdings: Die Rhönfesthalle steht - wie eingangs erwähnt - derzeit nicht mehr zur Verfügung.

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In einem Gespräch am Dienstagvormittag fanden der Bürgermeister und dessen Stellvertreter zwei Alternativen. "Wir überlegen, ob wir bei der kommenden Sitzung in die Schulturnhalle oder das Pfarrheim ausweichen", teilt Daniel Wehner mit.

"Auch wenn die Möglichkeiten im Bereich der Technik im Sitzungssaal besser sind. Bei den aktuellen Inzidenz-Zahlen kann ich es nicht verantworten, die Sitzung im Rathaus abzuhalten", betont er. Die Gesundheit der Ratsmitglieder und Gäste habe Vorrang. "Es ist etwas ärgerlich. In das Konzept ist viel Arbeit reingeflossen. Wenn die Inzidenz es hergibt, wollen wir es vermutlich wieder zum Leben erwecken."