Die Würzburger Straße ist derzeit stadtauswärts zwischen der Bahnunterführung und Arnshausen einseitig gesperrt. Der Verkehr wird mit einer Ampel geregelt, was vor allem in den Hauptzeiten morgens und abends zu Rückstaus und Wartezeiten in beide Richtungen führen kann. Grund für die Sperrung sind die Arbeiten an dem zweiten Bauabschnitt für den Radweg nach Arnshausen. Auf der Baustelle spielt sich aktuell das meiste im Untergrund ab.
"Wir sind nur im Tiefbau. Der Radweg selbst ist der kleinste Anteil im Augenblick", sagt Matthias Wacker vom Staatlichen Bauamt in Schweinfurt.

Die Stadtwerke nutzen die Maßnahme, um auf der Strecke neue Versorgungsleitungen zu verlegen. "Die Bahnquerung ist eine Besonderheit, da haben wir die Gelegenheit genutzt und uns angeschlossen", sagt Sprecher Hans-Joachim Mäutner. Die Wasserleitung ist bis auf die letzten 50 Meter bereits unter der Erde, der Graben für die Gasleitung wird derzeit fertig ausgebaggert. "Wenn die Arbeiten fertig sind, kommt der Radweg obendrauf", erklärt Wacker. Läuft alles nach Plan, soll der 465 Meter lange Abschnitt im Dezember fertig gestellt und der Radweg eröffnet werden.


Vollsperrung der Bundesstraße

Allerdings sind die Bauarbeiten damit noch nicht abgeschlossen, Autofahrer müssen sich langfristig auf Behinderungen einstellen. Wacker: "Im Anschluss werden wir die Straße erneuern." Der Zustand der Würzburger Straße ist schlecht. Die Hauptzufahrt nach Bad Kissingen muss dringend ausgebessert und entsprechend der heutigen Belastungen verstärkt werden. Der erste Abschnitt ist bereits fertig, mit dem zweiten soll im Idealfall noch im Dezember begonnen werden. Der zweite Sanierungsabschnitt schließt in Richtung Arnshausen an den ersten an. Er führt durch die Bahnunterführung bis zur Kreuzung ins Gewerbegebiet Arnshausen/Reiterswiesen.

"Während der Arbeiten wird die Bundesstraße einseitig gesperrt", kündigt Wacker an. Im Bereich der Bahnbrücke wird eine Vollsperrung der B286 notwendig. Eine weiträumige Umleitung wird hingegen nicht gebraucht. Der Verkehr soll über den neuen Radweg und die neue Radwegunterführung umgeleitet werden. "Deshalb wurde er auf mehreren hundert Metern verstärkt aufgebaut", sagt Wacker. Auch bei später anstehenden Arbeiten, etwa an der alten Bahnbrücke oder bei einem eventuellen Neubau der B286, könnte der Verkehr auf den Radweg ausweichen.Die Kosten für den zweiten Bauabschnitt von rund 570 000 Euro teilen sich Bund und Stadtwerke.