Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner wurde mit 97 von 98 Stimmen im Amt bestätigt. Er berichtete, dass der CSU-Kreisverband Bad Kissingen aktuell 1380 Mitglieder hat. Sie sind im Schnitt 60,6 Jahre alt und seit 24,3 Jahren in der CSU.

Amtszeit von Corona geprägt

Kirchner mahnte beim Thema Corona weiter zur Vorsicht, auch wenn das öffentliche Leben Fahrt aufnimmt, sollten die Menschen besonders vorsichtig sein und die Hygieneregeln beachten. Im Rückblick auf die Kommunalwahl 2020 sagte Kirchner, dass der CSU-Kreisverband tolle Kandidaten und tolle Teams auf allen Ebenen zu verzeichnen hatte.

Noch während der Kommunalwahl habe sich die Corona-Situation zugespitzt. Der CSU-Kreisverband habe immer versucht, im Austausch mit den Mitgliedern zu bleiben, durch Videokonferenzen, Briefe und Emails. Bei allem Bemühen sei der persönliche Kontakt und Austausch jedoch unantastbar. Als Fazit dieser schwierigen Amtsperiode sagte Kirchner: "Wir haben versucht, das Beste daraus zu machen."

Die Auszeichnung "Ehrenraute in Silber" erhielten Elisabeth Wende für 28 Jahre als stellvertretende Kreisvorsitzende, Walter Gutmann für 30 Jahre stellvertretender Kreisvorsitzender und 54 Jahre Parteimitglied sowie Rainer Werner, der 20 Jahre im Kreisvorstand mitgearbeitet hat.

Dankurkunden gab es zudem für zahlreiche langjährige Ortsvorsitzende wie Gerhard Fischer (Oerlenbach), Bertram Muth (Oberleichtersbach), Bernd Stöth (Fuchsstadt), August Weingart und Anton Hesselbach (beide Sulzthal), Bodo Wachsmann (Wildflecken), Thorsten Hollatz-Schneider (Elfershausen) sowie Egon Klöffel (Thundorf). Eberhard Gräf leitete zwölf Jahre lang die Seniorenunion im Landkreis, Arthur Stollberger ist seit 20 Jahren im Kreisvorstand für die Pressearbeit zuständig.

Zu Stellvertretern des Kreisvorsitzenden Sandro Kirchner wurden gewählt: Landrat Thomas Bold (98 Prozent), Nadine Fuhl (94,1 Prozent), Herbert Nowak (92,1 Prozent) und Steffen Hörtler (86,1 Prozent). Schriftführerin Marion Albert, ihr Stellvertreter Robert Erhard und Schatzmeisterin Michaela Wedemann wurden ohne Gegenstimmen gewählt, 2. Schatzmeister Benno Metz erhielt 96,1 Prozent der Stimmen. Zum neuen Digitalbeauftragten wählte die Versammlung einstimmig Sebastian Wieber.

Beisitzer und weitere Mitglieder im CSU-Kreisvorstand sind Mario Götz, Barbara Gutmann, Martin Wende, Matthias Klement, Matthias Dorn, Kathrin Kupka-Hahn, Paula Vogler, Armin Warmuth, Laura Reiter, Christian Schießer, Sebastian Becker und Brigitte Meyerdierks. Ersatzmitglieder sind Silvia Metz, Monika Vorndran und Roman Jörg.

CSU-Staatsministerin Dorothee Bär ging vor allem auf die bevorstehende Bundestagswahl ein: "Gefühlt reden wir bei jeder Wahl davon, wie wichtig und entscheidend sie ist, und verwenden gerne den Begriff der richtungsweisenden Wahl." Tatsächlich sei 2021 etwas neu: Bisher sei es immer ein Wettstreit der Union auf der einen und der SPD auf der anderen Seite gewesen. Zudem trete zum ersten Mal seit 16 Jahren die amtierende Bundeskanzlerin nicht mehr an. Bei dieser Wahl werde der Hauptwettbewerb zwischen den beiden Unionsparteien auf der einen und den Grünen auf der anderen Seite verlaufen. Deshalb sei diese Wahl auf eine andere Weise richtungsweisend.

"Wir sind eine Volkspartei."

Bär berichtet vom gemeinsamen Programm der Unionsparteien. Von digitaler Bildung, über Hightech-Offensive, von Leistungsgerechtigkeit über Familienpolitik, von der Förderung des Bauens bis zur Pflege: "Wir sind eine Volkspartei", betonte sie. Die CSU kümmere sich um alle Themen und alle Gruppen der Bevölkerung. Bär sprach auch Themen wie Klimaschutz, Rentensystem und Digitalisierung an: "Unser Programm macht Freude auf Innovation und begeistert für die Zukunft", sagte die Staatsministerin und Direktkandidatin.